Xbox 360: Daten, Zahlen, Zubehör

Es scheint ein gutes Weihnachtsfest zu werden – für Microsoft. Der Verkauf der neuen Spielkonsole Xbox 360 hat in den USA bereits begonnen. Es gab Schlangen, die mehrere hundert Meter lang waren. Schon nach wenigen Stunden war das Gerät ausverkauft. Spekulanten hatten sich gleich mehrere Konsolen gesichert und verkauften sie zu exponentiell gestiegenen Preisen. Der Spiegel liefert nähere Infos.

Ab dem 2. Dezember wird die Xbox 360 bei uns erhältlich sein. Sehen wir uns mal an, in welchen Versionen sie in Deutschland angeboten wird und wie viel diese kosten.

1. Das Core-Paket: 299 Euro Der Begriff Core steht für Kern, demnach ist das Core-Paket die Variante ohne Extras oder Luxus. Das Paket wird 299 Euro kosten und umfasst die Konsole, einen Kontroller mit 2,70 Meter Kabel und ein Anschlusskabel AV auf Cinch.

2. Das Premium-Paket: 399 Euro Der Inhalt: Konsole, Controller (dieses Mal kabellos), mobile 20 Gigabyte-Festplatte, Headset, Analog-Kabel mit Cinch-Anschlüssen und optischem Ausgang, Netzwerkkabel und Fernbedienung. Beide Pakete umfassen das Xbox-Live-Silber-Konto fürs Internet.

Wir wissen es schon seit dem Start der ersten Playststion vor zehn Jahren: Konsolen und Autos haben, was Verkaufspsychologie angeht, einiges gemeinsam. Die Grundausstattung fährt zwar auch, doch ohne Radio, Klimaanlage und Alu-Felgen fühlt man sich tatsächlich ein wenig, nun ja, nackt. Das Core-Paket der Xbox 360 umfasst, vergleichbar mit einem nackten Golf, tatsächlich nur die absolut notwendigsten Teile.

Wichtig: Ein Käufer des Core-Pakets kann seine Spielstände und Downloads nicht speichern. Da ein Konsolenspiel auf diese Weise recht wenig Sinn macht, ist der erste Zusatzkauf bereits programmiert. Die 64 Megabyte umfassende Memory-Unit kostet 34,99 Euro.
Noch wichtiger: Wer seine alten Xbox-Spiele auch auf der neuen Konsole laufen lassen will, braucht dazu eine Festplatte (im Einzelverkauf 99,99 Euro), denn auf dieser muss ein Emulator installiert werden – ein kleines Programm, das die alte Xbox auf der neuen simuliert.

Microsofts Botschaft ist klar: Nur das Premium-Paket bietet umfassenden Spielspaß. Doch auch dieses kann man noch aufrüsten. Zum Angebot gehören ein Spiel- und Ladekit (19,90 Euro), ein drahtloser Netzwerk-Adapter (79,99 Euro), ein Compinent-HD-AV-Kabel für eine drahtlose Internet-Verbindung (24,99 Euro) und Frontabdeckungen für ein bunteres Design (19,99 Euro pro Stück).

Noch einige Facts:
1. Die Xbox 360 läuft nicht nur mit HD-, sondern auch mit normalen Fernsehern.
2. Das alte Xbox-LIve-Konto kann auf die neue Konsole transferiert werden.
3. Die Controller der alten Xbox funktionieren nicht mit der neuen.
4. US- oder Japan-Importe laufen wegen des Ländercodes nicht auf der Xbox 360.

Die wichtigste Frage – brauche ich eine neue Konsole? – muss jeder Gamer für sich beantworten.

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Sharkoon Cosmic 5.1 Surround Headset

Der Cineast lebt nicht vom Bild allein. Eine hochwertige Beschallung ist das Fundament jeder Heimkinoanlage. Erst wenn der Sound den Zuschauer in 5.1, 6.1 oder sogar 7.1 umfließt, ist er wirklich mittendrin statt nur dabei.

Auch der Nutzer aktueller Unterhaltungssoftware stellt mittlerweile – berechtigterweise – solche Ansprüche. Bombastischer Sound ist zum elementaren Bestandteil des Spiel-Erlebnisses geworden. Surround macht auch und gerade im Spiel Sinn. Langsam schleicht der wackere Held durch den finsteren Tunnel. Wasser tropft, Ratten huschen durchs spärliche Licht seiner Fackel. Plötzlich erklingt ein leises Flüstern im Rücken des zu Tode erschrockenen Helden, der sich daraufhin natürlch umdreht und …

Verlassen wir den Helden und wenden uns dem Sound zu. Das eben erwähnte Flüstern erklingt nicht nur im Rücken der Figur, sondern trifft auch den Spieler akustisch von hinten. Das tropfende Wasser ertönt immer aus der Richtung, in die der Kopf der Spielfigur gerichtet ist. Dreht der Held den Kopf weg, ändert sich das Geräusch. Diese akustische Dreidimensionalität trägt maßgeblich zur Qualität des Spiels bei.
Qualitätist ein gutes Stichwort. Home-Cineasten kennen die Situation: Wirklich gute Boxensets haben ihren Preis. Und brauchen Platz. Der ist im Computerzimmer aber nicht immer vorhanden, außerdem schrecken möglicherweise die Kosten ab.

Alternativen sind Headsets, die einen 5.1 Surround Sound anbieten. Ein solches habe ich zwei Wochen lang getestet, und zwar mit überaus positiven Ergebnissen: das Sharkoon Cosmic 5.1 Headset.

Installation
Schon während der Installation fällt das edle Outfit des Headsets auf: Ohrmuscheln silber, Polsterung schwarz. Das Cosmic 5.1 braucht eine externe Stromversorgung und wird mit den beigelegten Kabeln (3,5 mm Klinke/Chinch) an die Soundkarte (oder die heimische Anlage, den DVD-Player oder eine andere Soundquelle) angeschlossen. Die Laustärke regelt ein kleiner Controller, der Front, Rear, Center und Subwoofer unabhängig voneinander lauter oder leiser macht. Auf meinem PC lief das Cosmic 5.1 zusammen mit der Creative Soundblaster Audigy II ZS, angetrieben vom KX-Project.

Tragekomfort
Das Cosmic 5.1 ist recht schwer, aber gut gepolstert und verarbeitet. Der Sitz ist solide. Mein Eindruck ist positiv: Das Headset drückt oder quetscht nicht, es ist angenehm zu tragen.

Sound
Acht integrierte Lautsprecher sollen den Raumklang erschaffen. Der Subwoofer macht sich mit Vibrationen bemerkbar, die den Bass unterstützen. Auf der höchsten Stufe (10) sind diese Vibrationen ein wenig zu hoch dosiert, doch zwischen 4 und 7 machen sie einfach Spaß. Als Test-Spiel diente mir F.E.A.R.. Das Ergebnis ist positiv: Sowohl bombastische Schusswechsel als auch akustische Schockmomente (ein leises böses Flüstern von hinten und ähnliches) werden exzellent getrennt und sind räumlich gut zu orten. Als Test-Film setzte ich auf „Master and Commander“, denn der erste Angriff der Acheron sechs Minuten nach Filmbeginn ist ein ideales Testfeld für Kanonendonner und links und rechts am Spieler vorbei surrende Holzsplitter. Auch diesen Test bestand das Cosmic 5.1. Man muss allerdings festhalten, dass die Surround-Impulse von hinten nicht zu 100 Prozent echt wirken. Das wird besonders bei einem Test, in dem alle Lautsprecher einzeln angesteuert werden, deutlich. Trotzdem liefert das Headset ein rundes und dynamisches Klangbild.

Fazit
Das Sharkoon Cosmic 5.1 Headset, dessen Preis zwischen 34 und 37 Euro liegt, bietet ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Der Sound im Bereich Spiele ist hervorragend, bei Filmen ist er für diese Preisklasse immer noch sehr gut. Der hohe Tragekomfort und das gute Aussehen runden einen positiven Gesamteindruck ab.

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Prozessoren III: Fazit

Eine generelle Kaufempfehlung ist unmöglich, zu unterschiedlich sind die Erwartungshaltungen der User an ihre CPU. Aus Sicht des Spielers ist folgendes zu sagen: Wer sich für die High-End-Boliden der Pentium Extreme Edition (Intel) oder der Athlon 64 FX-Serie (AMD) entscheidet, erhält zwar hervorragende, aber auch exorbitant teure Hardware. In Zusammenarbeit mit einer hervorragenden Grafikkarte (um diese kümmert sich das nächste Special) kommt der Gamer auch mit den etwas günstigeren Prozessoren der Athlon 64X2- oder Pentium-4-Klasse zu sehr guten Ergebnissen. Eine solche Kombination kann auch die vielen grafischen Feinheiten eines Spiels wie F.E.A.R. komplett nutzen.

Meine Kaufempfehlungen: Der Pentium 4/670 leistet 3,8 GHz, schlägt mit 640 Euro zu Buche und schafft 112,3 FPS. Der Athlon 64 X2/4600+ mit zweimal 2,4 GHz kostet 700 Euro und schafft 113,9 FPS. Wer bereit ist, seine grafische Erwartungshaltung ein wenig zurück zu schrauen, um seine Geldbörse zu entlasten, der kann in beiden Prozessor-Familien(Pentium 4 und Athlon 64 X2) auch noch weiter nach unten gehen. Es muss ja nicht immer die höchstmögliche Auflösung sein.

Für die genauen Werte und Preise bedanke ich mich bei den Kollegen der GameStar.

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Prozessoren II

Teil 2: Intel
Intel macht es dem User wirklich schwer. Es gibt 17 Celeron-Modelle (325 bis 351), 26 Pentium 4-Modelle (506 bis 672), drei Pentium D-Prozessoren (820 bis 840) und zwei Extreme Editions (840 EE und 3,73 EE).

Die durchschnittlichen 133 FPS (Frames pro Sekunde) des AMD Athlon FX 57 schaffen die Intel High-End-Boliden nicht. Der Pentium 840 EE, ein Dual Core Modell mit Taktfrequenzen von zwei Mal 3,2 GHz, schafft durchschnittlich 93,6 FPS. Mit 1120 Euro ist diese CPU die teuerste im gesammten Testfeld.

Der Pentium 4 EE 3,73 schafft im Schnitt 113,1 FPS und schlägt mit 1040 Euro zu Buche. Fast genauso leistungsstark ist der Pentium 4 670 mit 3,8 GHz, doch er kostet „nur“ 640 Euro.

Noch ein Wort zu den Dual Core CPUs, die sowohl bei AMD als auch bei Intel zu finden sind. Für Spieler werden diese Prozessoren erst dann rictig interessant, wenn die ersten Games auftauchen, die die Rechenkraft beider Kerne nutzen. Das ist momentan noch nicht der Fall, aktuelle Spiele greifen nur auf einen Kern zurück.

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Prozessoren

Niemand blickt mehr durch, zumindest nicht sofort. Der Prozessoren-Markt ist zu einem Dschungel geworden. Die Angebotspaletten von Intel und AMD sind derart verzweigt, dass man sich leicht verirrt. Da denken die Computer-Opas von heute beinahe sehnsüchtig an die 80er-Jahre zurück, als Intels 80286er (und danach die 386er und 486er mit gigantischen 50 Mhz) das Maß aller Dinge waren.

Mein Special „Prozessoren“ wird in zwei Teilen den aktuellen Markt vorstellen und die Stärken und Schwächen der einzelnen Modelle hervorheben. Wir beginnen mit

Teil 1: AMD
AMD bietet vier CPU-„Familien“ an: Sempron 64 (2600+ bis 3400+), Athlon 64 (3000+ bis 4000+), Athlon 64 X2 Dual-Core (3800+ bis 4800+) und Athlon 64 FX. Die Dual-Core-Modelle sind Mehrkernprozessoren, die aus zwei Hauptprozessoren bestehen

Eines steht fest: AMD hat den aus Spieler-Sicht stärksten Prozessor im Angebot. An den Athlon 64 FX-57 (2,8 GHz Taktfrequenz) kommt kein Konkurrenzprodukt heran. Der Preis dieser Monster-CPU liegt knapp über 1000 Euro und ist damit für viele Spieler jenseits von Gut und Böse. Dafür schafft dieses Teil im Schnitt 133 FPS (Frames pro Sekunde) – unerreicht. Der stärkste Dual Core 4800+ bringt es auf 117,5 FPS und etwa 940 Euro.

Der FPS-Wert bezeichnet die Anzahl der Bilder, die pro Sekunde dargestellt werden können. Die Bildwiederholrate ist entscheidend, wenn es darum geht, den Eindruck einer flüssigen Bewegung durch einen 3D Raum zu erzeugen. Für 3D-Shooter wie Quake IV oder F.E.A.R. sind mindestens 30 Bilder oder mehr pro Sekunde nötig. Unter 20 FPS wirken Bewegungen ruckartig.

Und hier die Liste aller momentan aktuellen AMD-Prozessoren inklusive Preise und in FPS (Durchschnitt) gemessene Leistung:

Sempron 64 2800+: 74,1 FPS, 80 Euro
Sempron 64 3100+: 80,3 FPS, 105 Euro
Sempron 64 3400+: 85,7 FPS, 150 Euro

Athlon 64 3000+: 81,8 FPS, 150 Euro
Athlon 64 3200 +: 88,4 FPS, 190 Euro
Athlon 64 3500+: 93,8 FPS, 230 Euro
Athlon 64 4000+: 108,3 FPS, 400 Euro

Athlon 64 X2 3800+: 95,3 FPS, 380 Euro
Athlon 64 X2 4400+: 110,2 FPS, 570 Euro
Athlon 64 X2 4600+: 113,9 FPS, 700 Euro
Athlon 64 X2 4800+: 117,5 FPS, 940 Euro

Athlon 64 FX-55: 126,8 FPS, 850 Euro
Athlon 64 FX-57: 133 FPS, 1020 Euro

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AMD vor Intel

Es schien viele Jahre so, als dominiere Intel den Prozessoren-Markt ähnlich wie Microsoft die Betriebssysteme. Doch dann kam AMD. Deren Prozessoren haben sich bei Spielern durchgesetzt, die darauf beruhenden Systeme gelten als belastbar und schnell. Der Machtwechsel wird jetzt auch in Zahlen deutlich. Im September hat AMD im US-Einzelhandel mit 52 Prozent mehr Marktanteile erobert als Intel (46 Prozent). Zum ersten Mal überhaupt lag AMD über einen kompletten Monat hinweg vorne. Außerdem schaffte AMD im dritten Quartal ein Rekordergebnis. Der Gewinn stieg um 73 Prozent (!) auf 76 Millionen Dollar.

Die mittlerweile verwirrende Vielfalt der Prozessoren, die ich demnächst in einem Special erläutern werde, finden Sie komplett auf den Seiten von AMD und Intel.

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