Sony PlayStation Portable (PSP)

Der 1. September 2005 war der Verkaufsstart der PlayStation Portable von Sony, kurz PSP. Der ausführliche Test dieser Konsole wurde dem Hardwarelabor durch die freundliche Unterstützung von Sony Deutschland ermöglicht.

So fing es an
Sonys Erfolge im Konsolenbereich sind legendär. Die PlayStation begann ihren Siegeszug 1994, mit ihrer Hilfe schoss Sony den damaligen Marktführer Nintendo ab. 100 Millionen Exemplare der PlayStation wurden weltweit verkauft. Die PlayStation 2, Europa-Verkaufsstart am 24. November 2000, überschritt die 100-Millionen-Grenze sogar zwei Jahre früher als ihre Vorgängerin. Mit diesem beiden Genie-Streichen im Bereich der Unterhaltungshardware hat Sony die Konkurrenz weit abgehängt, auch die erste X-Box von Microsoft (bis Ende 2005 wurden 21 Millionen Geräte verkauft) kam in Sachen Verkaufszahlen nie an die PlayStation 2 heran.

Keine Chance im Handheld-Sektor
Doch in einem anderen Marktsegment sah Sony bisher keinen Stich. Die Handhelds, mobile Spielkonsolen, beherrschte Nintendo. Dessen GameBoy, 1989 erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt, wurde durch geschicktes Marketing, günstige Herstellungskosten und auch gute Spiele zum gigantischen Erfolg. Mit Weiterentwicklungen wie dem GameBoyColor und dem GameBoyAdvance sowie dem neu entwickelten Nintendo DS, einer bis heute 13 Millionen Mal verkauften Double-Screen-Konsole, baute Nintendo die Beherrschung dieses Marktsegments weiter aus.

Doch damit dürfte Schluss sein. Sonys PSP erschien am 12. Dezember 2004 in Japan, am 24. März 2005 in den USA und am 1. September 2005 in Europa. Innerhalb weniger Tage waren die in Deutschland angebotenen 75000 Stück ausverkauft. Im Oktober 2005 überschritt die PSP weltweit die 10-Millionen-Grenze, Tendenz steigend.

Die Technik
Die PSP arbeitet mit einem 128-bit-Dualcore-Prozessor, der momentan auf 222 Megaherz (Mhz) gedrosselt ist, aber auch 333 Mhz fahren kann. Der Grafikprozessor arbeitet mit 166 Mhz, 2 MB stehen als Grafikspeicher zur Verfügung. Das Display ist 95 mal 54 mm groß (16:9 Widescreen TFT LCD) und bietet eine Auflösung von 480 mal 272 Pixel mit mehr als 16 Millionen Farben.
Die Spiele, Filme und Musik-Videos kommen von einem von Sony entwickelten völlig neuen Format: Die Universal Media Disk (UMD) sieht aus wie eine Mini-CD und speichert bis zu 1,8 Gigabyte. Das ist für den User durchaus kein Vorteil: Will er auf seiner PSP Filme sehen, nutzen ihm die DVDs im heimischen Archiv zunächst nichts, er muss den Film neu im UMD-Format kaufen. Videokonvertierungen eigener Filme auf einen Memory-Stick sind zwar möglich, aber aufwändig, und erreichen auch nicht die UMD-Qualität.

Der Test
Die erste Reaktion nach Auspacken, Akku aufladen und In-Gang-Setzen ist pure Begeisterung. Das edel designte Teil mit schwarz-glänzender Oberfläche und riesigem Display gehört zu der Sorte Hardware, mit der man im Flieger, Zug oder Bus (oder auch in der Redaktion einer Tageszeitung) gerne angibt. Ein weiterer Vorteil: Die Konsole liegt in der Hand wie der bekannte PlayStation-Controller: Links das Richtungskreuz und der mit dem Daumen gut erreich- und bedienbare Analog-Stick, rechts die Vier-Tasten-Kombination, die zum PlayStation-Markenzeichen geworden ist.

Erster Test: Die Musik-Videos auf der mitgelieferten Demo-UMD. Wahnsinn. Gestochen scharf, prächtige Farben. Es gibt mehrere einstellbare Sound-Varianten mit unterschiedlichen Kombinationen von hohen Höhen und tiefen Bässen. Die im Lieferumfang enthaltenen Ohrstöpsel sind akzeptabel, doch hier muss ein hochwertiger Kopfhörer her.

Zweiter Test: Filme. Die Demo-UMD enthält den Spiderman-2-Trailer. Auch hier kommt Freude auf. Noch nie, wirklich noch nie, hatte man eine derart fähige Unterhaltungsmaschine in einem solch kompakten Format in Händen. Die PSP ist keineswegs ein Marketing-Hype, der auf der PlayStation-Erfolgs-Welle reiten soll, sondern eine vollwertige PlayStation mit allen alten und vielen neuen Vorteilen.

Der Preis
Sony bietet das so genannte Value Pack in Deutschland für 249 Euro an. Darin enthalten sind neben der Konsole auch ein 32 MB Memory Stick, Akku, Ladegerät, Tasche, Kopfhörer und Demo-UMD.

Die Spiele
Diese Tests finden Sie ab sofort in unregelmäßigen Abständen hier.

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Need for Speed: Most Wanted (PC)

1995 war die Raser-Welt noch relativ simpel. Im ersten Need for Speed nahm der Spieler damals in Super-Sportwagen Platz, von denen er im realen Leben nur träumen konnte, und raste mit diesen über malerische Strecken. Damit war eine Spiele-Serie geboren, die für Electronic Arts zur ebenso stabilen wie reichhaltigen Einnahmequelle wurde.

In den nächsten Teilen der Serie wurden Grafik und Fahrspaß weiter entwickelt. Irgendwann stellte sich einer der Entwickler die nahe liegende Frage, was denn eigentlich die Polizei von den Rasern hält, die mit mehr als 200 km/h durch gemütliche Fußgängerzonen donnern. Daraus entstand Hot Pursuit: Zum ersten Mal musste der Need for Speed-Fahrer vor der Polizei fliehen, Straßensperren durchbrechen und mit allen Mitteln einer Verhaftung entgehen.

Die nächste Need for Speed-Innovation war die Tuning-Option. Anstelle von Ferraris und Porsches durfte der Spieler in Golfs, Hondas und Toyotas Platz nehmen und dese zu PS-Monstern hochtunen. Der Vin-Diesel-Film The Fast and the Furious stand Pate. Need for Speed Underground, es gab zwei Teile, wurde ebenfalls ein Verkaufserfolg.

Eine sehr schöne Need for Speed-Chronologie bietet Wikipedia hier.

Und jetzt haben wir es mit Need for Speed: Most Wanted zu tun. Dieser aktuelle Titel vereint die eben beschriebenen Erfolgsgaranten: Man kann tunen, bis der Arzt kommt, darf aber trotzdem auch mit Traumwagen wie der Dodge Viper oder dem Porsche Carrera GT fahren (und diese tunen). Und die Polizei spielt auch wieder mit.


Diese nette junge Dame heißt Mia und spielt eine der Hauptrollen in der Storyline zwischen den Rennen.

Die Story in Kurzform: Der Spieler, neu in der Stadt und stolzer Pilot eines BMW M3, wird von der Nummer 1 der örtlichen Raser-Szene gelinkt, verliert sein Auto und landet damit am unteren Ende der Nahrungskette. Mühsam muss er mit einer neuen und natürlich erstmal schwachen Kiste wieder Geld und Rum verdienen. Das heißt: Rennen fahren, gewinnen, Geld verdienen und damit das Auto tunen oder ein schnelleres kaufen. Ruhm und Ehre in der Raser-Szene erntet man auch, wenn man der Polizei auf spektakuläre Weise entkommt. Die Auseinandersetzung mit den Gesetzeshütern ist sogar ein zentrales Element, um in der Story voran zu kommen.

Nach und nach tritt der Spieler gegen alle Fahrer der Blacklist an. Auf der stehen die besten Fahrer der Stadt. Einen nach dem anderen fordert der Spieler heraus, fährt ihn in Grund und Boden, hat damit Zugriff auf immer bessere Tuning-Teile und immer traumhaftere Autos. Am Ende steht natürlich die Rache an dem Fahrer, der sich zu Beginn den M3 mit einem Trick unter den Nagel gerisen hat.

Die Grafik ist großartig, der Sound bombastisch. Die Duelle mit der Polizei (würden wir im realen Leben natürlich nie wagen) sind eine feine Sache. Need for Speed: Most Wanted ist ein Beispiel für ein hervorragend strukturiertes, professionell produziertes Stück moderner Unterhaltungssoftware.

Für die Screenshots bedanke ich mich bei den Kollegen von GameStar.

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Holographic Versatile Disk (HVD)

Speicherplatz ist das A und O, der Dreh- und Angelpunkt, Alpha und Omega, kurz: die Basis der Unterhaltungselektronik. Ohne den auf einer Digital Versatile Disk, besser bekannt als DVD, vorhandenen Speicherplatz von 4,7 Gigabyte gäbe es keine Spielfilme in digitaler Bild- und Tonqualität mit mehreren Tonspuren und -signalen von Dolby Surround 5.1 bis DTS 6.1 und Zusatzmaterial vom Making Off bis zu den rausgeschnittenen Szenen. Dinge, die im VHS-Zeitalter reine Utopie waren.

Die Industrie weiß natürlich um die zentrale Bedeutung des Speicherplatzes und arbeitet mit Hochdruck an Produkten, die eine DVD wie ein DIN A5-Notizbüchlein aussehen lassen. Nur über ein allgemeingültiges Format ist man sich noch nicht einig. Sony wirbt für die Blu-Ray-Disk, die bis zu 50 Gigabyte an Daten fassen kann. Das wären sechs DVDs. Toshiba setzt dagegen auf die HD-DVD.

Doch wer dachte, das sei viel, der hat noch nichts von der HVD gehört. InPhase (USA) und Optware (Japan) arbeiten gemeinsam an der Holographic Versatile Disk, die angeblich – im Netz und viele Foren kursieren wilde Gerüchte – 300 Gigabyte an Daten fassen kann. Damit wäre sie größer als die meisten momentan genutzten Festplatten und würde 200 DVDs fassen: Ein komplettes Filmarchiv auf einer einzigen Disk.

Die Sache ist nicht nur ein wildes Gerücht. Hinter den Kulissen läuft so einiges ab. Näheres weiß Golem.

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PlayStation 3: News

Golem meldet hochinteressante News über die mit großer Spannung erwartete PlayStation 3: Nvidia wird den Grafik-Chip entwickeln. Die NVIDIA Corporation ist einer der größten Entwickler von Grafikprozessoren und Chipsätzen für Personal-Computer und die Xbox. Der Hauptsitz liegt in Santa Clara, Kalifornien. Der Umsatz betrug 2004 1,82 Milliarden US-Dollar (2003: 1,91 Milliarden), die Zahl der Beschäftigten lag 2004 weltweit bei ca. 1.700.

In Sonys PlayStation-2-Nachfolger wird ein GeForce-Grafikchip der nächsten Generation stecken, wie Sony Computer Entertainment Inc. und Nvidia nun offiziell bekannt gaben. Beide Unternehmen entwickeln den speziell auf die PlayStation 3 zugeschnittenen Grafikprozessor, der dem Cell-Prozessor zur Seite stehen soll.

Sony hat den Starttermin in Europa sowie Ausstattung und Preis der Next-Generation-Konsole in Deutschland noch nicht verkündet. Wir lassen uns überraschen.

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