Bestes deutsches Spiel 2005: Ankh

Das Adventure „Ankh“ von Deck 13 und bhv software wurde von den Lesern der Zeitschrift GameStar – Marktführer unter den PC-Spieletest-Magazinen – zum besten deutschen Spiel 2005 gewählt. Begründung: Eine beeindruckende 3D-Grafik wird durch schwarzen Humor und herausfordernde Rätsel ergänzt.

Jan Klose, Creative Director von Deck 13 Interactive, sagt dazu: „Diese Auszeichnung bestärkt uns in unserer Auffassung, dass sich klassische Adventures mehr denn je großer Beliebtheit erfreuen.“ Ein „würdiger Nachfolger“ sei bereits in Arbeit.

Auch im Hardware-Labor kam „Ankh“ ausgesprochen gut an, was wohl auch daran liegt, dass ich früher fanatischer Fan der Monkey-Island-Serie war und Day of the Tentacle für genial hielt. Noch früher schlug ich mich mit den ultraschweren Nur-Text-Adventures von Infocom herum, allen voran The HItchhiker’s Guide to the Galaxy.

Und so schnitt der Preisträger in unserem Test ab:

Adventures – weiß noch jemand, was das ist? Man klickt seine Figuren durch Screens, die wie eine Bühne wirken, lässt sie Rätsel lösen und – wie der Name schon sagt – Abenteuer bestehen. Ganz früher, als die heutigen Computer-Opas noch klein waren, gab es sogar reine Text-Adventures ohne Grafik. Man teilte seiner Figur durch Texteingaben mit, wa sie tun sollten. „Öffne die Tür“ lautete dann das Kommando. Oder „Gehe nach Norden“, „Nimm den Dolch“, „Schau nach oben“.

Diese Zeiten sind vorbei. LucasArts, die Software-Schmiede von Star Wars-Daddy George Lucas, etablierte in den 80-er und 90er-Jahren das 2D-Adventure. Dabei heraus kamen Genialitäten wie Zak McKracken oder die Monkey-Island-Trilogie. Auch Indiana Jones schwang die Pixel-Peitsche. Das waren noch Zeiten.

Heute, in Zeiten der Multiplayer-Shooter und Online-Rollenspiele, sind Adventures nicht mehr up to date. Sollte man meinen. Bhv Software und Deck 13 Interactive haben gerade „Ankh“ veröffentlicht, ein klassisches Adventure im 3D-Look mit jeder Menge schwarzem Humor.

Ankh spielt, Historiker und Esoteriker ahnten es bereits, im alten Ägypten. Der Spieler steuert den jungen Assil, auf dem nach dem jüngsten Besuch in der Grabkammer von nebenan leider ein Todesfliuch lastet. Außerdem sind ein Gott, ein Pharao und ein überaus bösartiger Händler hinter seinem Ankh-Anhänger her.

Ankh macht, wie ich festgestellt habe, ganz einfach Spaß. Die Computer-Opas freuen sich, wenn ab und zu kleine Hommagen an das Adventure-Genre auftauchen. Die Rätsel sind unterhaltsam, die meisten Witze kommen an, die Grafik ist absolut gelungen.

Wer früher Monkey Island und Indiana Jones gespielt hat, ist bei Ankh gut aufgehoben. Wer noch keine Adventures kennt, kann ebenfalls reinschauen – er wird sehen, was ihm die Computer-Opas an Erfahrung voraus haben.

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Playstation 3 kommt wohl später

Alle Welt wartet auf die Playstation 3, doch Sony breitet weiter den Mantel des Schweigens über wichtige Fragen wie den Verkaufsstart und den Preis aus. Die Investmentbank Merrill Lynch hat in einer Studie geschrieben, die Einführung des Sony-Produkts könnte um sechs bis zwölf Monate verschoben werden.

Heise meldet, der für das Frühjahr angekündigte Verkaufsstart könnte sich verschieben, falls die Branche sich nicht rechtzeitig auf Spezifikationen einige, die auf Komponenten der Playstation 3 wie dem Blu-ray-Laufwerk angewendet werden müssten. Golem hingegen meldet, Sony habe den Verschiebungsgerüchten, die sogar einen Kurssturz der Sony-Aktie um 4 Prozent über das Wochenende bedingt haben sollen, widersprochen. Laut ntv schließt Sony eine Verspätung dann wieder nicht aus. „Wir warten darauf bis zur letztmöglichen Minute. Sollte die Entscheidung aber nicht bald kommen, könnte die Einführung verschoben werden“, wird dort eine Sony-Sprecherin zitiert.

Fazit: Ein schwer nachvollziahbares Hin-und-Her, das wohl die Erwartungshaltung der Spieler und damit die späteren Verkaufszahlen hochpushen soll. Wir bleiben am Thema dran, demnächst mehr.

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Rainbow Six Lockdown (PC)


Kurz vor dem Zugriff: Die multinationale Sondereinheit Rainbow bekämpft weltweit den Terrorismus mit Taktik und modernster Technik. In „Rainbow Six: Lockdown“ darf der Spieler die Truppe leiten.

Ganz ehrlich: Ich kann Tom Clancy nicht ab, denn er ist ein fadenscheiniger und unerträglicher Hurra-USA-Moralist. Die einzige wirklich unterhaltsame Idee, die je seinem Hirn entsprungen ist, führte zur Schaffung der (natürlich fiktiven) Anti-Terror-Sondereinheit „Rainbow“ (nachzulesen in „Operation Rainbow“). Die Idee: Man nehme herausragende Mitglieder nationaler Sondereinheiten wie der deutschen GSG 9 oder dem britischen Special Air Service, forme daraus eine multinationale Truppe und schicke diese um die Welt, um Terroristen zu bekämpfen.

Ubisoft griff diese Idee auf und formte daraus die Taktik-Shooter-Reihe „Rainbow Six“. Statt wildem Geballer und „Kill them all“-Mentalität setzte die Reihe auf präzise Planung vor dem Einsatz und möglichst realistische Szenarien. Der jüngste Teil der Reihe heißt „Lockdown“ und ist – leider – qualitativ ein Schritt zurück.

Problem I: Die Planungsphase vor dem Einsatz gibt es nicht mehr. Problem II: Der Spieler steuert immer nur eine Figur, und zwar den Clancy-Helden Domingo Chavez. Wechsel sind nicht mehr möglich. Problem II: Die Team-Mitglieder, die vom Spieler befehligt werden, agieren manchmal äußerst seltsam. Problem IV: Die Terroristen sind meist nur williges Kanonenfutter.

Fazit: Der Realismus, eine der zentralen Stärken dieser Reihe, wurde der leichteren Zugänglichkeit geopfert. Aber wenn ich einen guten Ego-Shooter suche, greife ich zu Call of Duty II oder zu F.E.A.R. und Far Cry. Rainbow Six Lockdown hat einen bei weitem keinen derart hohen Unterhaltungswert und ist nur für Clancy-Fans wirklich interessant.

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Wie wirken virtuelle Welten?

Vom 22. bis 24. März findet die 1. International Computer Game Conference an der Fachhochschule Köln statt. Veranstalter sind das Institut für Medienforschung und Medienpädagogik (IMM) der Fachhochschule Köln und Electronic Arts. Im Fokus der Veranstaltung steht das Thema „Clash of Realities – Wie wirken sich Computer- und Videospiele auf die soziale Wirklichkeit aus?“

An der dreitägigen Konferenz nehmen Wissenschaftler aus Europa und den USA sowie Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Bildung teil.

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Yamaha RX-V757

Der beste Film, die größte Leinwand und der farbenprächtgste Beamer nutzen wenig bis gar nix, wenn der akustische Wumms fehlt. Bombastischer und präziser Sound ist im Heimkino unverzichtbar, doch der Markt ist groß. Das Hardwarelabor testete einen sehr guten AV-Reciever: den Yamaha RX-V757.

Die genauen technischen Daten des Boliden finden Sie hier.

Sieben jeweils 150 Watt starke Endstufen sind eine vielversprechende Grundausstattung. Der Japaner ist damit ein idealer Partner für eine 7.1-Beschallung mit zwei Surround-Back-Lautsprechern. Er beherrscht die Formate DTS ES discrete, Dolby Digital EX und ProLogic IIx. Damit nicht genug: Zusätzlich können zwei Presence-Effektlautsprecher angeschlossen werden. Wer eine wirklich große Wohnfläche hat, kann auch eine zweite Hörzone konfigurieren.

Die Einrichtung des Yamaha in den eigenen vier Wänden ist mit dem Yamaha Parametric Room Acoustic Optimizer kein Problem, das akustische Einmessverfahren arbeitet sehr zuverlässig. Ein Normenwandler setzt FBAS in S-Video und Komponente um sowie S-Video in FBAS und Komponente.

Der Klangtest basierte auf den DVDs „Master and Commander“ und „Der Herr der Ringe – Die Gefährten“. In „Master and Commander“ war es die erste Seeschlacht zwischen der Acheron und dem Schiff von Russel Crowe, dessen Namen ich immer vergesse. Der RX-V757 bildete den Kanonendonner ebenso überzeugend im Raum ab wie die links und rechts am Zuhörer vorbeifliegenden Holzspäne. Der Herr der Ringe bot dem Yamaha-Boliden mit Bilbo Beutlins Geburtstagsfest die Gelegenheit, feinere akustische Details ortbar zu präsentieren, wobei Dialoge immer sehr gut im Raum stehen. Noch deutlicher wurde diese Fähigkeit bei der Jagd durch die Minen von Moria und den nahenden Balrog. Ein großes Angebot an DSP-Programmen ermöglicht es dem Hörer, die jeweilige Akustik-Quelle seinen Vorlieben anzupassen.

Fazit: Wirkliche Nachteile gibt es nicht, die Stärken sind dagegen unübersehbar. Ein Blick in die Preisvergleich-Maschinen guenstiger.de, geizkragen.de und idealo.de hilft bei der Suche nach dem günstigsten Angebot.

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Ab jetzt auch Software

Liebe Leser meines Blogs,

bis jetzt fanden Sie im Hardware-Labor nur das, was der Name sagt. Nämlich Hardware. Das hat sich heute geändert. Ab sofort finden Sie hier auch Software-Tests aus dem Unterhaltungsbereich. Die Spiele-Plattformen, auf denen ich teste, sind der PC (die leistungsfähigste und teuerste Spiele-Basis), die PlayStation 2 als erfolgreichste Konsole und die mobile PlayStation Portable (PSP). Den Hardware-Markt behalte ich natürlich weiterhin im Auge.

Mein Parallel-Blog Daddelecke bleibt als Archiv erhalten, wird aber ab sofort nicht mehr aktualisiert. Beides, Hard- und Software, spielt sich ab sofort nur hier ab. Für Sie hat die Fusion den Vorteil der besseren Erreichbarkeit, Sie müssen nicht mehr zwischen zwei Blogs hin- und her-klicken. Ich habe einige aktuelle Tests ins Hardware-Labor transferiert, das Runterscrollen lohnt sich also sowohl für Neu- als auch für Dauerleser.

Wir haben gestern Abend im Redaktionskreis eine erste Zwischenbilanz gezogen. Mein Kollege Roland Grün berichtet darüber in seinem Ereignishorizont. Wir sind dabei mit tatkräftiger Unterstützung von Steffen Büffel zu interessanten Ergebnissen gekommen.

Meine Blogs, das ist eines der Ergebnisse, fordern durch ihren Service-Charakter und die doch sehr langen Beiträge nicht unbedingt zur Diskussion auf. Sie werden gelesen, der User zieht die Infos raus, und gut is. Die Zugriffszahlen des Hardwarelabors sind recht hoch, dafür an alle Leser vielen Dank.

Sollte es jedoch Diskussionen wie diese geben, betroffen war der Blogger Karl-Heinz Gnarhe, biete ich gerne meine Hilfe an. Auch sonst sind Anfragen willkommen: Werden Infos über eine bestimmte Hard- oder Software gewünscht? Ist ein bestimmtes Spiel gut oder schlecht? Wann kommt die PlayStation 3 denn nun? Kurze Mail genügt, und ich kümmere mich drum.

Bis dahin vielen Dank für meine ersten vier arbeitsreichen, aber dafür hochspannenden Monate in der Bloggosphäre

Ihr
Jörg Pistorius

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Torino 2006 (PC)

Es gibt in der Welt der Unterhaltungssoftware feste Regeln. Eine davon lautet: Zu jedem Kino-Blockbuster und zu jedem Sportereignis von weltweiter Bedeutung hat es gefälligst ein Spiel zu geben. Schließlich muss der Hype auf allen Ebenen genutzt werden. Außerdem besteht die gelegentlich berechtigte Hoffnung, dass die Sport- oder Film-Fans in ihrer Begeisterung die manchmal miese Qualität der einen oder anderen Software-Gurke übersehen.

Denn es war oft so, dass diese Spiele eine wahrhaft unterirdische Qualität hatten, weil sie in viel zu kurzer Zeit mehr schlecht als recht zusammengezimmert wurden, um rechtzeitig zum Film oder zum Sportereignis zu erscheinen. Die gute Nachricht: Es gibt auch Ausnahmen! King Kong zum Beispiel, Test siehe weiter unten. Oder Torino, das offiziell lizenzierte Computer- und Konsolenspiel zu den 20. Olympischen Winterspielen, die am 10. Februar in Turin beginnen.

In Torino 2006 treten bis zu vier Spieler gegeneinander an, jagen Rekorde, stellen ihre eigenen Wettbewerbe aus den angebotenen Sportarten zusammen oder stellen sich der Herausforderung in allen Disziplinen. Alle Wettbewerbe finden an den Original- Wettkampfstätten statt, wie zum Beispiel im Eisschnelllauf-Oval „Lignotto“, dem spektakulären Eiskanal von Cesana Pariol oder der Skisprunganlage in Pragelato.

Abfahrt, Super-G, Riesenslalom, Skispringen, Langlauf, Biathlon, Eisschnelllauf, Bob, Rodeln – man hat die freie Auswahl. Der Eisschnelllauf ist von der Steuerung her recht schwer zugänglich, dafür sind die Tempo-Disziplinen um so einfacher. Mein Favorit ist die Abfahrt, die grafisch hervorragend umgesetzt wurde.

Alle Abläufe sind stark simplifiziert, man muss beim Biathlon zum Beispiel nicht nachladen, auch wenn man daneben schießt. Doch was soll’s. Das sehr gute Tempo-Gefühl reißt die Sache raus. Die Grafik ist generell gut. Besonders Laune machen solche Teile natürlich gegen menschliche Gegner. Publisher ist Take2 Interactive.

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MediEvil (PlayStation Portable)


Guten Tag. Mein Name ist Sir Daniel Fortesque (sprich Forteskju). Ich bin weder der schönste noch erfolgreichste Computerspiel-Held aller Zeiten, aber dafür einer der komischsten. So ne Art Hoecker der PlayStation.

Computerspiele sind manchmal schnell, manchmal bunt, manchmal suchterregend gut und manchmal grottenschlecht. Aber wirklich komisch sind nur sehr wenige. Mein Favorit in dieser Hinsicht ist MediEvil – der Name ist eine grammatikalisch inkorrekte Zusammenfügung der Begriffe „medieval“ (mittelalterlich) und „evil“ (böse). MediEvil erschien vor sieben Jahren auf der ersten PlayStation und erlebt nun eine Wiederauferstehung auf der PSP. Und komisch ist das Teil immer noch, sogar sehr.

Man befindet sich im Königreich Gallowmere. Ein an für sich nettes mittelalterliches Fleckchen, gäbe es nicht den obligatorischen bösen Zauberer, der nach der Weltherrschaft strebt. Der Hauptmann der königlichen Wache, Sir Daniel Fortesque, stellt sich den Horden des Bösen mit gezogenem Schwert entgegen.

Leider trifft ihn bereits vor Beginn der Schlacht ein Pfeil. Dieser tötet ihn nicht nur, sondern nimmt ihm auch Auge und Unterkiefer. Ein peinliches Image-Problem, denn der wackere Ritter steht aus der Gruft wieder auf, um weiter gegen den bösen Zauberer und seine Horden anzutreten – als drollig anzusehendes Skelett, das wegen des fehlenden Kiefers nur noch nuscheln und grunzen kann. Das Spiel liefert deshalb die Untertitel gleich mit.

Damit ist die Ausgangslage klar: Der verblichene Sir Fortesque metzelt sich durch 19 bunte und grafisch prächtige Level: Katakomben, Friedhöfe, Hexenhöhlen und dergleichen mehr. Die Präsentation des verwunschenen Gallowmere ist einfach schön und enthält zahllose Anspielungen und Hommagen an den klassischen Horrorfilm. Allein die Dialoge sind Kracher, so trifft Fortesque beispielsweise ein verzweifeltes Phantom der Oper und einen an akuter Arbeitsunlust leidenden Tod.

Es kommt hauptsächlich auf Geschicklichkeit an: Man hüpft, läuft und schwingt sein Schwert (oder in Ermangelung dessen den eigenen Arm). Erfolge belohnt das Spiel mit einem Zugang zur Halle der Helden, in der die wirklichen Heroren von Gallowmere ein freundliches Wort und eine mächtige Waffe für Sir Daniel übrig haben.

Die wenigen Rätsel sind nicht der Rede wert. Das Gameplay wird dadurch erleichtert, dass Abspeichern ständig und immer möglich ist. Man sieht seine Figur, den wackeren Ritter ohne Unterkiefer, in klassischer Third-Person-Ansicht von hinten. Bei den auf oft notwendige hektische Bewegungen folgenden Kameraschwenks geht gelegentlich die Übersicht verloren, weshalb Sir Daniel nicht selten zum zweiten Mal vor Charon, dem Fährmann der Unterwelt, landen wird. Der begrüßt ihn dann auch lakonisch mit den Worten „Du kennst dich ja aus.“

MediEvil ist ein professionell umgesetztes Stück Software, das den Humor – der in der Welt der Unterhaltungssoftware oft fehlt – in den Vordergrund stellt.

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Ridge Racer (PlayStation Portable)

Die Rennspiel-Serie Ridge Racer hat schon immer den Start einer Sony-Konsole begleitet. 1994 war der erste Ridge Racer beim Start der ersten PlayStation dabei, die PlayStation 2 brachte 2000 Ridge Racer V mit. Es lag der Schluss nahe, dass auch die im September 2005 gestartete PSP auf dieses Traditions-Rennspiel zurückgreift.

Die Gründe liegen auf der Hand. Ridge Racer war schon immer ein sehr leicht zugängliches Rennspiel. Der User muss rasen und durch die Kurven driften – das ist alles. Kein Realismus, kein Schadensmodell (das Auto ist quasi unverwundbar), keine Boxenstopps. Für Rennspiel-Puristen ist das ein rotes Tuch, doch für Gelegenheits-Spieler, die zwischendurch mal 10 bis 30 Minuten unterhalten werden wollen, ist Ridge Racer ideal.

Diese Einsteigerfreundlichkeit wird ergänzt durch prächtige Grafik. Eine Konsole, die gerade auf dem Markt kommt, muss natürlich zeigen, was sie hat und kann. Diese Funktion erfüllt Ridge Racer auch für die PSP. Schöne Strecken, prächtige (Fantasie-)Autos und ein durch das hervorragende PSP-Display sehr gut vermitteltes Geschwindigkeits-Gefühl unterstreichen die Leistungsfähigkeit von Sonys Handheld-Hammer. Nervig ist nur der deutsche Kommentator.

Mit Siegen, die am Anfang sehr leicht fallen, schaltet man neue Streckenteile und Autos frei. Der Rennverlauf ist ebenso unrealistisch wie alles andere auch: Der Spieler startet am Ende eines Feldes von zwölf Fahrern und muss sie alle überholen, um zu siegen. Völliger Blödsinn, macht aber trotzdem Spaß, denn schließlich ist der Überholvorgang der interessanteste Teil eines Rennspiels.

Fazit: Ridge Racer ist für ein paar unterhaltsame Minuten auf der Rennstrecke ebenso geeignet wie als Vorzeige-Software, die immer dann zum Einsatz kommt, wenn man die grafischen Fähigkeiten der PSP demonstrieren will.

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