Need-for-Speed-Paket zu gewinnen

Need for Speed Carbon ist der aktuelle Teil der inzwischen elf Jahre alten Rennspiel-Serie von Electronic Arts. Einen Test des Spiels finden Sie in der Kategorie Software: Xbox 360, der Vorgänger Most Wanted wurde in Software: PC unter die Lupe genommen.

Für Fans der Serie und generell alle Rennspiel-affinen User bietet das Hardwarelabor, unterstützt von Electronic Arts Köln, ein Gewinnspiel an. Der Hauptgewinn: Ein Carbon-Outfit, bestehend aus hochwertiger dicker Jacke und Base-Cap. Das Outfit sieht so aus:

 

 

Der Gewinner erhält natürlich auch das Spiel selbst, und zwar in der grafisch besonders attraktiven Xbox-360-Version.

Und so geht’s: Wir stellen gleich eine Quiz-Frage. Der erste, der diese Frage in Form eines Kommentars richtig beantwortet, gewinnt Outfit und Spiel.  Für den Zweitschnellsten gibt es noch eine Carbon-Basecap, die Plätze 3 bis 5 erhalten einen Carbon-Kalender mit Bildern der stärksten Boliden aus dem Spiel.

Und hier kommt die Frage: Wie heißt der in der Tuner-Szene spielende Film, in dem es um illegale Straßenrennen mit aufgemotzten Kisten geht und der Spielen wie Need for Speed Underground als Vorbild diente? Ein Hinweis: Ein Glatzkopf, dessen Nachname mit der Bezeichnung eines Kraftstoffes identisch ist, spielte die Hauptrolle.

Das Rennen läuft. Viel Glück. 

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Need for Speed Carbon (Xbox 360)

 

Traumwagen waren schon immer die Stärke von Need for Speed. In Carbon kommt auch der Ford Shelby Cobra 500 zum Einsatz. Bevor man in dieser rollenden Legende Platz nehmen darf, muss man um die 60 Rennen gewinnen.

 Die Nacht wird erhellt von den Neon-Lichtern der Großstadt. Die Motoren der an der Startlinie lauernden Boliden donnern, Scheinwerfer blitzen. Eine schöne Frau gibt das Startzeichen, und die Traumwagen, bis zur Extase getunt, rasen los. Die Fahrer beten, dass ihre Reflexe nicht versagen, der Gegenverkehr rechtzeitig zur Seite springt, die Cops zu langsam sind und die Lachgas-Einspritzung funktioniert.

Die mittlerweile elf Jahre alte Rennspiel-Serie Need for Speed von Electronic Arts hat viele Standards gesetzt und punktete immer wieder mit hoher Qualität. Der aktuelle Titel nennt sich Need for Speed Carbon und zeigt vor allem auf der Xbox 360, was man unter „High Definition Gaming“ versteht. Dieses Erlebnis bleibt allerdings den Spielern vorbehalten, die einen HDTV-fähigen Fernseher besitzen, sie können in 1080i spielen. Diese Auflösung ist fünfmal so hoch wie der übliche PAL-Standard.

Die nächtliche City spiegelt sich im Lack der Wagen, jedes Detail stimmt. Der Sound, Automobil-Skeptiker und Nachbarn in hellhörigen Mietshäusern würden wohl von unerträglichem Krach reden, ist ein Fest für Fans und entspricht der Natur des Wagens, der ihn verursacht. Es gibt auch eine Story, doch diese ist eher simpel gestrickt und nicht besonders interessant. Die Figur des Spielers ist ein Raser-King, der von einem Konkurrenten in eine Falle gelockt und ins Exil getrieben wurde. Jetzt ist er wieder da, um die Straßen der Stadt zurückzuerobern.

Leider tut er das nur nachts, und leider nutzt er nur ein bestimmtes Streckenmuster, dessen einzelne Teile leicht voneinander abweichen. Abgesehen vom ab der Spielmitte rasant ansteigenden Schwierigkeitsgrad ändert sich nicht viel. Das ist eine Schwäche von Need for Speed Carbon, und zwar die einzige. Stärken gibt es dagegen viele.

Der Spieler kann unter drei Auto-Typen wählen: Unter „Tuner“ fallen die Normalos wie Golf und Toyota Supra, die „Muscle Cars“ umfassen unter anderem Ford Mustang GT und Chevrolet Corvette, und zu den „Exoten“ gehören Porsche Cayman S und diverse Spezialitäten italienischer Automobilkunst. Alle können in Optik und Leistung getunt werden. Je mehr Rennen der Spieler gewinnt, um so leistungsfähigere Teile stehen ihm zur Verfügung. So wird aus einem Straßenfahrzeug ein futuristisches Geschoss.

Es gibt zwar ein optisches Schadensmodell, doch weder kann man seinen Wagen zu Schrott fahren noch muss man Schäden reparieren. Auch die Polizei spielt mit, das Resultat sind heiße Verfolgungsjagden. Geschwindigkeits- und Windschatteneffekte sowie die Bewegungsunschärfe bei hohem Tempo sind hervorragend umgesetzt.

Zum ersten Mal kann der Spieler auch ein Team rekrutieren, das ihn während der Rennen unterstützt: Die Mitstreiter rammen die Konkurrenz von der Straße, suchen nach Abkürzungen oder ziehen den Wagen des Spielers im Windschatten mit.

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Splinter Cell Double Agent (Xbox 360)

Über den Dächern von Shanghai hat Doppelagent Sam Fischer keinen Blick für die herrliche Aussicht.

Ubisofts Splinter-Cell-Serie ist noch nicht besonders alt, gehört aber schon zu den Legenden der PC- und Konsolen-Spiele. Hauptfigur Sam Fisher ist ebenso zur virtuellen Ikone geworden wie Lara Croft ein paar Jahre früher.

Doch während Frau Croft eher so eine Art weiblicher Indiana Jones ist und mit einer quasi realen Rahmenhandlung nichts am Hut hat, ist Sam Fisher ein wortkarger Einzelgänger, der als Regierungsagent den weltweiten Terrorismus bekämpft. Und nie war sein Leben härter und gefährlicher als im aktuellen Titel „Splinter Cell Double Agent“. Achtung: Die Versionen für PC, Playstation 2, Gamecube, Wii, Xbox und Xbox 360 unterscheiden sich inhaltlich voneinander. Dieser Test bezieht sich auf die Variante für die X-Box 360.

Sam Fisher ist in „Double Agent“ alles andere als ein strahlender Held. Nach einer Mission in Island erfährt er vom tödlichen Autounfall seiner Tochter Sarah. Sein Arbeitgeber, die National Security Agency (NSA), muss den traumatisierten und gebrochenen Fisher von der vordersten Front abziehen.

Was dann folgt, kann durchaus als Todeswunsch interpretiert werden. Fisher übernimmt den Auftrag, eine Terrororganisation mit Namen John Brown’s Army (JBA) als Doppelagent zu infiltrieren. Fisher schleicht, klettert, hangelt, schießt, schlägt, springt und taucht auf der Xbox 360 in geradezu atemberaubender Grafik. Der Spieler sieht Fisher wie immer aus der Verfolgerperspektive und steuert ihn mit dem linken Analogstick.

Ebenso faszinierend wie der Missionsverlauf ist die Storyline. Sam Fisher hat die eigentlich unmögliche Aufgabe, einer Terrororganisation aktive Mitarbeit vorzugaukeln, in Wirklichkeit aber für die Regierung zu arbeiten. Dazu gehören schwere Entscheidungen. Als ihn die Terroristen in einen Raum mit einem gefangenen Helikopter-Piloten führen und ihm eine Waffe in die Hand drücken, muss Sam Fisher die Wahl treffen: Erschießt er den Unschuldigen, um nicht den Verdacht der Terroristen zu erregen? Oder verschont er den Mann und wird deshalb vielleicht als Doppelagent enttarnt?

In jeder Mission gibt es Prioritäten der Regierung und der Terroristen. Der Spieler wird vor die Wahl gestellt, auf welcher Seite er eher steht, welche Missionsziele von höherer Priorität sind und wie weit er gehen will. Ist es gerechtfertigt, einige wenige Unschuldige zu töten, um dadurch Millionen zu retten?

Die Einsätze führen den Spieler von Shanghai und Cozumel bis ins Herz der USA, wo New York City und Los Angeles von Anschlägen der Terroristen bedroht werden.

„Splinter Cell Double Agent“ ist der Höhepunkt der Software-Reihe um Sam Fisher. Dieses Spiel entfernt sich deutlich vom momentan wieder allgegenwärtigen Vorwurf der hirnlosen und sogar gefährlichen Ballerspiele. Das Spiel ist frei ab 16 Jahren.

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Dark Messiah of Might and Magic (PC)

Schlag drauf und Schluss: Sareth sprint nicht zimperlich mit seinen Gegnern um.

Es ist in der Tat sehr schwer, die Wirkung zu beschreiben, die „Dark Messiah of Might and Magic“ auf den Spieler – zumindest auf manche – hat. Einerseits ist der Ubisoft-Titel frei ab 18 Jahren und thematisiert brutale Gewalt als Mittel der Konfliktlösung. Andererseits ist diese Gewalt völlig überzeichnet und in einen derart abstrusen Kontext eingebettet, dass man ab und zu ganz einfach herzlich lachen muss.

Generell: „Dark Messiah“ ist kein reines Rollenspiel, sondern eher eine Art Fantasy-Action. Die Source-Engine von Valve garantiert feinste Grafik, die Story ist im Might-and-Magic-Universum angesiedelt, und es geht natürlich darum, mit einem riesigen Arsenal an verheerenden Waffen gegen gigantische und bösartige Kreaturen anzutreten. Keine leichte Aufgabe, zumal man die gesamte Zeit über eine klug daher schwätzende Dämonin im Kopf hat, die alles besser weiß.

Es gibt keine Rassen- oder Klassenwahl, keine Charaktergenerierung: Der Spieler übernimmt die Rolle von Sareth. Der junge Mann ist Lehrling eines berühmten Zauberers und soll in dessen Auftrag einen wertvollen Kristall zu einem anderen berühmten Zauberer bringen. Wer hätte das geahnt: Der Kristall geht verloren, Sareth soll ihn suchen und findet dabei seine eigentliche Bestimmung.

Mit seinen Feinden springt Sareth nicht zimperlich um, die Altersfreigabe ab 18 ist völlig gerechtfertigt. „Dark Messiah“ läuft komplett in der Ego-Perspektive ab. Schwerter, Bögen, Stäbe, Dolche, Magie – der Vielfalt der Konfliktlösung sind kaum Grenzen gesetzt. Das Kampfsystem ist dabei zunächst simpel: Man schlägt mit der linken Maustaste und blockt mit der rechten.

Doch die gefährlichste Waffe ist die F-Taste. Denn Ragdoll-Physik und Source-Engine ermöglichen, die Fußballer mögen die verbale Zweckentfremdung verzeihen, Aktion und Wirkung in der Tiefe des Raums. Beispiele: Ein Ork steht am Rand eines Abhangs mit dem Rücken zum Spieler. Sareth schleicht sich an, einmal F drücken, Sareths Fuß landet im Kreuz des Orks und dieser purzelt den Abhang hinunter. Oder wird an einer Stachelwand aufgespießt. Oder fällt in ein Feuer.

Fazit: Es geht brutal zu, aber es ist die überzeichnete Tom-und-Jerry-Brutalität, die man unmöglich ernst nehmen kann. Dahinter steht ein grafisch und strukturell herausragendes Spiel.

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