Fluch der Karibik – Am Ende der Welt

Die Kino-Charts haben einen neuen Champion. Schon nach dem ersten Wochenende hat „Fluch der Karibik 3 – Am Ende der Welt“ rund um den Globus Rekorde gebrochen. Mit einem weltweiten Einspielergebnis von 401 Millionen Dollar innerhalb von sechs Tagen hat der dritte Teil der Piraten-Saga den erfolgreichsten Kinostart aller Zeiten hingelegt – und somit den Rekord von Spiderman 3 mit 382 Millionen Dollar, der erst vor wenigen Wochen aufgestellt wurde, gebrochen.In Deutschland hat der dritte Fluch der Karibik den besten Start des Kinojahres hingelegt. Mit bisher 2.394.164 Besuchern bzw. einem Box-Office von 17,8 Millionen Euro hat Deutschland einen erheblichen Anteil am weltweiten Einspielergebnis des Films, ist der erfolgreichste BVI-Start aller Zeiten und erzielt außerdem den besten Mai-Start aller Zeiten.

 
 

 

 

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S.T.A.L.K.E.R. (PC)

Ein Stalker: Aasgeier, Landstreicher, Abenteurer, Einzelgänger, Mörder, Forscher und Räuber.

20 Jahre nach der Katastrophe von Tschernobyl erschüttert wieder eine gigantische Explosion die Region, ihr Mittelpunkt ist das alte Reaktorgelände. Doch dieses Mal ist es noch schlimmer als 1986. Energiestörungen in der Katastrophenregion verursachen lokale und absolut tödliche Anomalien, gegen die selbst die beste Schutzkleidung wirkungslos ist. Erst 2012 gelingt es ersten Expeditionen unter Missachtung der geltenden Gesetze, die Region zu erkunden, die nun als „die Zone“ bezeichnet wird.

Unter jenen, die sich hineinwagen, befinden sich Glücksritter und Plünderer, bekannt geworden als „S.T.A.L.K.E.R.“ (Scavenger, Trespasser, Adventurer, Loner, Killer, Explorer und Robber, übersetzt Aasgeier, Landstreicher, Abenteurer, Einzelgänger, Mörder, Forscher und Räuber). Sie setzen ihr Leben aufs Spiel, um verstrahlte Artefakte in der Zone zu erlangen, die hohe Preise auf dem Schwarzmarkt versprechen.

Allein diese Hintergrundgeschichte des THQ-Hits „Stalker“ treibt friedliebenden Naturen das Wasser in die Augen. Die Tschernobyl-Katastrophe als Hintergrund eines Shooters ist ein gewagter Zug von Publisher THQ. Der Veröffentlichung ging ein jahrelanger Hype voraus, denn „Stalker“ wurde schon zu Beginn des Jahrtausends als wegweisendes Spiel angekündigt, sehnlichst erwartet und immer wieder verschoben. Jetzt ist es da und erfüllt die hohen Erwartungen. Grafik und Effekte begeistern die Shooter-Gemeinde, und die Story ist wirklich gute Science Fiction.

Der Spieler beginnt als namenlose Figur, das Gedächtnis ist leer, er hat keine Ahnung, wer er ist und wo er herkommt. Was er tun soll, weiß er jedoch genau: Er legt die anfangs noch dünne Schutzausrüstung eines Stalkers an, schnappt sich die anfangs noch kleinkalibrige Waffe und beginnt, die anfangs noch recht harmlose Zone zu erkunden. Doch schnell ist von harmlos keine Rede mehr. Der Stalker nimmt von Händlern oder anderen Stalkern Aufträge an: Töte diesen, beseitige jenen, bringe mir ein Artefakt. Durch derartige Dienstleistungen verdient er ein paar Rubel, bessert seine Ausrüstung auf und dringt immer tiefer in die Zone um das alte Reaktorgelände ein.

Folgt er der Hauptquest, findet er das Geheimnis seiner Identität und den Ursprung der Zone heraus. Doch Vorsicht: „Stalker“ hat sieben verschiedene Endsequenzen, und die meisten davon sind aus Sicht der Spielfigur verheerend.

 

Die Zone ist kein Kinderparadies. Mutierte Tiere fallen die Stalker an, und natürlich kämpft auch Mann gegen Mann. Banditenhorden und das ukrainische Militär ballern ohnehin auf jeden, und auch die beiden großen Stalker-Gemeinschaften Duty und Freedom, denen sich der Spieler anschließen kann, sind Erzfeinde.

Die beklemmende und ultra-realistische Atmosphäre bewirkt die „Stalker“-Grafik. Der Spieler erlebt ein postatomares Szenario mit Original-Bildmaterial aus Tschernobyl in High-End-Grafik. Verkommene Fabrikhallen, vor sich hin modernde Industrie-Ruinen, Schrottberge und generell die düstere Ausstrahlung eines Areals, das Mittelpunkt einer realen Katastrophe war, prägen das Spielerlebnis. Diese virtuelle Welt ist 30 Quadratkilometer groß, und je näher der Spieler dem alten Reaktor kommt, umso größer wird die Gefahr. Die vom russischen Roman „Picknick am Wegesrand“ inspirierte Hintergrundgeschichte führt, wenn man alles richtig macht, zu spannenden Wendungen, einer finsteren Verschwörung und einem epischen Ende, präsentiert in technisch hervorragenden Sequenzen. Das Gameplay ist nicht zu komplex, dennoch hat der Stalker einige Zicken. Sein Inventar ist begrenzt. Schleppt er mehr als 50 Kilo, leidet seine Ausdauer, und er kann kaum noch rennen. Was ein Problem werden könnte, denn die Laufwege in „Stalker“ sind lang, und viele Missionen haben Zeitlimits. Waffen nutzen sich ab und neigen dann zu Ladehemmungen. Die Nebenmissionen werden schnell eintönig. Dennoch: „Stalker“ ist sehr gute Unterhaltungssoftware, die wegen des hohen Gewaltfaktors nur für Erwachsene zur Verfügung steht.

 

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