Milliarden-Deal: Vivendi schluckt Activision

Ein gewaltiger Paukenschlag erschütterte 2007 die Spiele-Industrie. Der französische Konzern Vivendi übernahm den US-Publisher Activision. Activision Blizzard heißt der neue Spieleriese, dessen Größe und Bedeutung einer Fusion zwischen Ferrari und McLaren-Mercedes entspricht.
 
12,8 Milliarden Dollar soll der Gesamtwert dieser Fusion betragen. Activision Blizzard wird damit zum größten Computer- und Konsolen-Spiele-Konzern der Welt und verdrängt Electronic Arts auf Platz zwei. Allein Blizzard ist mit der „Warcraft“-Serie und vor allem mit dem immens erfolgreichen Online-Rollenspiel „World of Warcraft“ eine gewaltige und so schnell nicht versiegende Geldquelle.
 
Bei Activision setzt man einmal mehr auf die Macht und Stärke von Star Wars. So erwartet Hobby-Jedi-Ritter im Frühjahr der Titel „Star Wars: The Force Unleashed“ für Xbox 360, die beiden Playstations 3 und 2 sowie Nintendos Wii. Die Handlung ist zwischen den Film-Episoden III und IV angesiedelt. Dreh- und Angelpunkt: Die geheimen Schüler Darth Vaders jagen die letzten Jedi-Ritter.
Für Playstation 3 und Xbox 360 kündigt Activision für den Sommer „Fracture“ an. Die Besonderheit dieses futuristischen Action-Titels ist ein neuartiger Waffentyp, mit dessen Hilfe sich das Spielfeld deformieren lässt.
 
Doch auch die Konkurrenz schläft nicht. Electronic Arts (EA) bringt bereits am 22. Januar „Burnout Paradise“ für Playstation 3 und Xbox 360 heraus. Besonders betont EA ein Feature im Onlinemodus: Mit Hilfe der sogenannten Easydrive-Freundesliste kann der Spieler ohne lange Wartezeiten direkt in die Raserei mit seinen Kumpels einsteigen.

Die Besonderheit von EAs Third-Person-Shooter „Army of Two“ für Playstation 3 und Xbox 360 ist die enge Bindung zweier Spielfiguren, die gemeinsam aufs Feld ziehen. Vor allem im Onlinemodus soll das geforderte hohe Maß an Kooperation zwischen den beiden Protagonisten für die nötige Würze sorgen. Das Spiel ist für März angekündigt. Einen äußerst ungewöhnlichen Titel präsentiert EA unter anderem für Nintendos kleine Mobilkonsole DS: Bei „Spore“ geht es darum, eine Mikrobe zum intelligenten Wesen zu entwickeln. Die Macher der „Sims“ haben dabei ihrer Simulations-Wut wieder einmal freien Lauf gelassen.
 
Konami setzt 2008 auf eine ganze Reihe von Klassikern. Im zweiten Quartal erscheint „Metal Gear Solid 4: Guns of the Patriots“ exklusiv für Playstation 3. Die ersten optischen Eindrücke lassen eine Menge erwarten, so dass sich die Fortsetzung der „Metal Gear Solid“-Reihe zu einem der bislang wichtigsten PS3-Titel entwickeln dürfte. Zur Film-Umsetzung des Kultcomics „Hellboy“ im Sommer wird Konami auch ein Videospiel präsentieren. Die Handlung wird sich jedoch nicht am Film orientieren: Die Spieler dürfen eine eigenständige Story erwarten.
 
Der französische Publisher Ubisoft hat einige Tom-Clancy-Titel für Schleich- und Actionfans im Programm. So werden im ersten Quartal „Tom Clancy’s End War“ und „Tom Clancy’s Rainbow Six Vegas 2“ erwartet — beide für Xbox 360 und Playstation 3. Noch nicht näher datiert ist der Erscheinungstermin von „Tom Clancy’s Splinter Cell Conviction“ für Xbox 360. Rennsportfreunde mit einer Wii im Wohnzimmer dürfen sich auf die Motocross-Simulation „Nitro Bike“ freuen, die bereits am 17. Januar erscheinen soll.

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