Skate 2 (PS3, Xbox 360)

 

Über den Dächern grinden, einen Ollie über den Wolken – skaten jenseits aller Regeln von Schwerkraft und Realität. Genau dieses Tony-Hawk-Feeling bietet Skate 2 von Electronic Arts nicht. Hier ist skaten, wie auch schon im Vorgänger, harte Arbeit. Das gilt auch für den Spieler. Mit dem Drücken von Controller-Knöpfen ist es nicht getan. Spaß macht die Sache trotzdem, doch der virtuelle Skater braucht Geduld, Durchhaltevermögen und einen gewissen Fatalismus – so wie der reale Skater auch.

Skate 2 stellt den frei editierbaren Konsolen-Skater in eine offene Welt. San Vanelona heißt die Stadt, in der Rampen, Rails, Halfpipes und alle anderen möglichen Skater-Paradiese nur darauf warten, zur Bühne spektakulärer Tricks zu werden. Ein Replay-Editor zeigt die letzten 30 Sekunden in so ziemlich jeder beliebigen Perspektive und Geschwindigkeit. Der Skater rollt durch San Vanelona, bestreitet Duels, Tournaments und andere Herausforderungen und schaltet nach und nach immer weitere Teile der Metropole frei.

Das zentrale Element einer Skate-Simulation ist logischerweise die Steuerung. Ist sie zu einfach, wird das Ding nach fünf Minuten langweilig, ist sie zu schwer, feuert der Süpieler den Controller nach drei bis zehn bauchlandungen in Folge genervt in die Ecke. Skate und Skate 2 bieten eine Steuerungsmethode, die Electronic Arts Flickit getauft hat. Die Buttons des Xbox-360-Controllers steuern die Füße des Skaters, mit denen er Schwung und Tempo aufnimmt. Die Koordination und das Timing der Tricks laufen über die beiden Analog-Sticks.  Die Steuerung hat der Spieler intuitiv sehr schnell drin, doch bis zum ersten gelungenen und wirklich spektakulären Trick gilt das Motto üben, üben, üben.

 Ein großes Plus von Skate 2 sind die Online-Modi. Der Titel lässt die Spieler im Kampf um Tricks und Punkte nicht nur gegeneinander antreten, sondern auch im Koop-Modus gemeinsam tricksen. Bis zu sechs Spieler können antreten, um als Mannschaft bestimmte Ziele zu erreichen.

Die Grafik ist kein Brüller, doch die Animationen der Skater sind auch dieses Mal klasse umgesetzt und absolut fließend. Skate 2 ist gute und professionell umgesetzte Software – und eindeutig eines der Spiele, die den User für seine Anstrengungen auch belohnt. 

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H.A.W.X. (PS3, Xbox 360)

H.A.W.X. spielt im Jahr 2012. Immer mehr Nationen werden abhängig von privaten militärischen Organisationen (Private Military Companies, PMCs), Elitekämpfern, die das Recht selber in die Hand nehmen. Durch das Abkommen von Reykjavik wird diesen schließlich erlaubt, in jede militärische Operation eingreifen zu können. Das Szenario beruht auf der Tom-Clancy-Lizenz. Der Autor von Militär-Thrillern wie Jagd auf Roter Oktober oder Die Stunde der Patrioten lieferte auch schon den Hintergrund zu Ghost Recon: Advanced Warfighter, und diese Spezialeinheiten der Infantrie kann der Spieler jetzt aus der Luft unterstützen.

Das Spiel macht es dem virtuellen Piloten einfach. Abstürzen ist quasi unmöglich, es sei denn, der Spieler besteht auf einem senkrechten Sturzflug in Richtung Boden. Das Enhanced Reality System (ERS) liefert Radar und Raketenfrühwarnung, Anti-Kollisions-System, Schadenskontrollsystem, taktische Karte und Waffen-Flugbahn-Kontrolle – über den Wolken soll schließlich kein Stress herrschen. Das eigene Geschwader ist natürlich auch immer dabei.

Die Story ist kein Knaller, bei diesem Titel aber auch nicht entscheidend. Problemlose Action in der Luft steht im Vordergrund. Wer es sich ein wenig schwerer machen will, kann die Leistungen des ERS abschalten. Originell: Die gesamte Solo-Kampagne kann von bis zu vier Piloten im Kooperations-Modus durchflogen werden. Im Spieler-gegen-Spieler-Modus können bis zu 15 Piloten in intensiven Luftkämpfen antreten und herausfinden, wer das größte Fliegerass ist.

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Prince of Persia (PS3, Xbox 360)

 

 

 

Seit der Veröffentlichung von „Sands of Time“ im Jahr 2003 hat Prince of Persia weltweit mehr als 30 Auszeichnungen gewonnen. Bis heute hat die Prince of Persia-Reihe ungefähr 10,3 Millionen Exemplare weltweit verkauft.

 

Ubisofts neuer Prince of Persia-Titel verknüpft persische Mythologie mit einem Jump and Run in brillanter Grafik, die auf Foto-Realismus verzichtet und eher an Artworks erinnert. Eine optisch hochinteressante und innovative Lösung. Der Prinz findet sich inmitten eines epischen Kampfes zwischen den ursprünglichen Kräften von Licht und Dunkelheit wieder: Ormazd, der Gott des Lichts fordert seinen Bruder Ahrimann, den zerstörerischen Gott der Dunkelheit, heraus. Der Prinz muss mit ansehen, wie der legendäre Baum des Lebens durch diesen Konflikt zerstört wird.

 

Nun droht die gesamte Welt in ewiger Dunkelheit zu versinken. Diese Bedrohung manifestiert sich in einer dunklen Substanz, die Land und Luft durchzieht und vergiftet. Der Prinz muss sich mit der ebenso vorlauten wie (für Gegner) tödlichen Elika verbünden, um die Welt vor dem Verderben zu retten.

 

Rettungsgriffe nach halsbrecherischen Stürzen aus schwindelerregenden Höhen, perfekt abgestimmte akrobatische Kombinationen, waghalsige Sprünge über Schluchten und Gebäude und viele weitere Hürden erwarten das dynamische Duo. Beide sehen dabei gut aus, dafür sorgt Ubisofts Anvil-Engine, die schon Assassin’s Creed zum Grafik-Hammer machte. 

 

Auch das Kampfsystemn ist neu und schnell intuitiv umsetzbar. Und zum ersten Mal folgt der persische Prinz keinem linearen Ablauf gescripteter Events, sondern entscheidet selbst, wie die Geschichte weitergeht. Es ist nicht unbedingt ein Open-World-Titel wie GTA IV dabvei herausgekommen, aber die neue Freiheit trägt dennoch sehr zum Spaß- und Unterhaltungsfaktor bei.

 

Noch ein Wort zu Elika: Die unkaputtbare Dame Elikabesitzt magische Kräfte und unterstützt den Spieler im Kampf bei akrobatischen Einlagen und dem Lösen von Rätseln. Dadurch wird es dem Prinzen ermöglicht, neue, höher gelegene Ebenen zu erreichen. Dabei werden spezielle, akrobatische Partner-Bewegungen und –Animationen sowie Kampfkombinationen ausgelöst. Klingt möglicherweise kompliziert, ist es aber nicht. Die beiden harmonieren auf dem Bildschirm so harmonisch wie ein erfahrenes Trapez-Duo.

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