Ein alter Gangster auf Blu-ray

Schärfere Bilder, klarere Töne: Der DVD-Nachfolger Blu ray hat sich auf dem Heimkino-Markt durchgesetzt. Neben bombastischen Präsentationen aktueller Blockbuster nutzt die Filmindustrie die Möglichkeiten von Blu ray auch zur Reproduktion zeitloser Klassiker. „Star Trek“ und „Der Pate“ zeigen, wie aus alten Streifen neue Hits werden.
 
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Der Pate II (PS 3, Xbox 360)

Spiele, die auf Film-Lizenzen basieren, haben keinen guten Ruf. Toller Film, aber mieses Spiel – die Video- und Computerspielgeschichte der letzten 25 Jahre ist voll von solchen Beispielen. Schlimme Befürchtungen wurden wach, als Branchenriese Electronic Arts vor drei Jahren ein Spiel präsentierte, das auf dem erfolg- und einflussreichsten Gangster-Epos aller Zeiten basierte. Der Pate als Spiel. Kann das gutgehen?

Es ging gut. James Caan, Robert Duvall, Al Pacino und sogar Marlon Brando sahen auch im Spiel echt aus, verhielten sich echt und klangen echt. Die Handlungen von Spiel und Film berührten sich gelegentlich, die Atmosphäre stimmte.

Der Erfolg war auch kommerziell so groß, dass ein zweiter Teil folgte. Das zweite Spiel orientiert sich am zweiten Paten-Spielfilm: Die vom Spieler gesteuerte Figur folgt dem Paten, Don Michael Corleone, zuerst nach Cuba und dann nach New York, und unterstützt ihn mit brachialen Methoden im Aufbau eines Gangster-Imperiums.

Der Spieler übernimmt nach und nach einzelne Betriebe, Kartelle und schließlich komplette Familien mit den Genre-üblichen Methoden: Erpressung und Gewalt. Die recht harte Action des Vorgängers bietet auch Teil zwei, deshalb ist der Pate weiterhin erst frei ab 18 Jahren.

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Street Fighter IV (PS 3, Xbox 360)

Zwei Figuren hauen sich gegenseitig auf die Glocke – ein mit Sicherheit sehr simples Spielprinzip. Simpel und sehr erfolgreich. Die Street-Fighter-Serie geht weit zurück in die Frühphasen der Videospiel-Geschichte, als die Fans noch mit schweren Hosentaschen, in denen die Markstücke klimperten, in Eisdielen und Spielsalons gegeneinander antraten.

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Resident Evil V (PS 3, Xbox 360)

Vorsicht, dieses Spiel erfordert starke Nerven. Die Hauptfiguren in Capcoms Resident-Evil-Serie hatten immer schon ein hartes Dasein. Ständig waren sie umgeben von Untoten und missgestalteten Monstern, die ihnen an jeder Ecke nach dem virtuellen Leben trachteten. Resident Evil richtet sich nach der klassischen Form des Horrorfilms, die in den 80ern alle Grenzen sprengte und auch in den letzten Jahren mit jeder Menge Neuverfilmungen von „The Fog“ über „Halloween“ bis zum Urheber der weltweiten Zombie-Welle, „Dawn of the Dead“, neue Erfolge feierte.

Auf den fünften Teil der Resident-Evil-Reihe, deren erster Teil 1996 für die Playstation erschien, hat eine weltweite Fangemeinde gewartet. Sie wurde nicht enttäuscht. Der Spieler steuert den Agenten einer Sondereinheit zur Bekämpfung von Terrorismus mit biologischen Waffen. Die Jagd auf einen Waffenhändler führt ihn nach Afrika – wo er neben diesem Waffenhändler auch ein mörderisches Virus und jede Menge von diesen infizierte Kreaturen findet. Dieses Virus sorgt nicht für eine freundliche Gesinnung.

Der Spieler steuert seinen Protagonisten durch ein Spiel, das wie ein Film inszeniert ist – mit in Echtzeit berechneten Hintergründen, vielen sehr guten Zwischensequenzen und – natürlich – Schockeffekten ohne Ende. Das Bestiarium der Gegner ist riesig, manche füllen mehrere (!) Bildschirme. Resident Evil V ist frei ab 18 Jahren.

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