Forza Motorsport 4: Der neue Champion der Rennspiele

Was fasziniert Computerspieler an einer Rennsimulation? Der permanente Reaktions- und Geschicklichkeitstest mit den Händen am Controller ist es nicht allein. Rennspiele sind auf hohen Schwierigkeitsgraden ein Paradies für Taktiker und Perfektionisten, die bis auf den Bruchteil einer Sekunde genau festlegen, wann sie anbremsen und wieder beschleunigen, wie sie vom Windschatten profitieren und in welchem Winkel sie in die Kurven gehen. Rennspieler tunen, verstärken und verzieren ihre Boliden. Es gibt wahrscheinlich kein Genre, in dem die Bindung zwischen Spieler und Objekt so intensiv ist. Rennspieler feiern die Schönheit des Automobils. Deshalb ist Forza Motorsport 4 das ideale Spiel für sie.

Schon der Vorgänger wurde vor zwei Jahren euphorisch gefeiert, und das zu Recht. Wunderschön gestaltete Traumwagen – der Screenshot (Quelle: Microsoft Game Studios) zeigt den McLaren F1 – treffen auf eine großartige Fahrphysik. Mit Forza Motorsport 4 verfolgen die Microsoft Studios und Entwickler Turn 10 ein klares Ziel: Sie wollen dem Playstation-Konkurrenten Gran Turismo die Pole Position auf dem Spielemarkt abnehmen, und das sollte ihnen gelingen.

Forza 4 verzichtet wie immer auf eine Story, Charaktere und Zwischensequenzen, sondern konzentriert sich auf die beiden Kerne eines guten Rennspiels: Autos und Rennen. Im Solomodus bietet das Spiel die Teilnahme einer zehn Serien umfassenden Weltmeisterschaft an, dazu kommen einzelne Herausforderungen. Erfolge ergeben Credits, die in Tuning oder neue Boliden investiert werden können, außerdem steigt der Fahrerlevel des Spielers.

Soweit die Fakten. Jetzt zu den Emotionen. Die Fahrzeuge von Forza 4 sind aus mehr als 800?000 Polygonen bestehende Kunstwerke, die bis ins letzte Detail stimmen und deren bloße Betrachtung dem Fan schon große Freude bereitet. Mehr als 500 Kisten aus einem halben Jahrhundert Automobilgeschichte bringt das Spiel mit. Der Ford Gran Torino (1976) ist mit dabei, die Chevrolette Corvette Stingray 427 (1967) ebenfalls. Edle Boliden aus den Häusern Bentley und Jaguar, BMW Motorsport zwischen 1971 und heute, Mercedes-Benz vom 300 SL Gullwing Coupé (1954) bis zum SLS AMG (2011), Italiener ohne Ende (Ferrari, Maserati, Lamborghini etc.), relativ normale Vehikel als ideales Tuningmaterial aus den Häusern VW, Toyota, Mitsubishi, Honda, Nissan und Co., absolute Traumraser wie der Pagani Zonda R (2010), der Wiesmann GT MFS (2010) oder der SSC Ultimate Aero (2010).

Wer es locker angehen will, überlässt dem Rechner elementare Dinge wie Schalten und Anbremsen bei eingeblendeter Ideallinie und aktivierter Traktionskontrolle. Aber wer will das schon? Die herausragende Fahrphysik dieses Spiels, die Kontrolle der urgewaltigen Kräfte der Boliden, das Wiedereinfangen eines ausbrechenden Hecks, ein kontrollierter Drift – wer all dies erleben will, sollte sich den Härten einer Rennsimulation stellen und die Hilfen deaktivieren, zumal schon Anfänger schnell Fortschritte machen und im Cockpit von Traumwagen Platz nehmen dürfen.

BMW M5 Forza Cup: Mit dem Verkaufsstart von Forza Motorsport 4 für die Xbox 360 begann auch der BMW M5 Forza Cup. Bis zum 12. November können alle Rennsport-Interessierten über Xbox Live antreten und einen BMW M5 im Wert von mehr als 100?000 Euro gewinnen. Wer teilnehmen will, kann sich mit seinem Gamertag im Internet unter der Adresse www.bmw.de/forza4 kostenlos für den BMW M5 Forza Cup registrieren. Anschließend wartet die Nordschleife: Wer mit einem BMW M5 im Spiel die schnellsten Rundenzeiten in der grünen Hölle der Eifel fährt, wird am 26. November zum Finale der besten 16 in die BMW Welt nach München eingeladen. Jörg Pistorius

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