Assassin’s Creed IV: Klar zum Entern, Attentäter!

Assassins Creed

Sind die Erinnerungen unserer Vorfahren in unseren Genen abgespeichert? Die Animus-Theorie des Schweizer Psychologen Carl Gustav Jung (1875 bis 1961) ist die Basis der Spiele-Serie Assassin’s Creed. Deren vierter Teil führt den Spieler in die Karibik des Jahres 1715 und präsentiert wieder eine fantastische virtuelle Welt. 

Wir schreiben das Jahr 1715. Piraten herrschen über die Karibik und haben dort ihre eigene, gesetzlose Republik gegründet. Einer dieser Gesetzlosen ist der junge Kapitän Edward Kenway. Der Pirat ist der Protagonist des aktuellen Titels einer der erfolgreichsten Spieleserien des Marktes: Assassin’s Creed führt die Tour de Force durch die Geschichte der Menschheit fort. Die ewigen Kontrahenten sind die ordnungsfanatischen Templer und die Assassinen.

Die Assassinen – eine Gilde von Meistermördern, die über Jahrhunderte im ewigen Kampf mit jener anderen Gilde, den Templern, das Wohl und die Zukunft der Menschheit anstreben. Im Kern spielt die Serie Assassin’s Creed, die Branchenriese Ubisoft 2007 gestartet hatte, immer in der Gegenwart: Der Barkeeper Desmond Miles trägt in seinen Genen die Erinnerungen seiner mordsgefährlichen Assassinen-Vorfahren. Eine Apparatur namens Animus macht diese Erinnerungen für Desmond und damit auch für den Spieler erlebbar. Und so streifte man durch das Jerusalem der Kreuzzüge, das Italien der Medici, das osmanische Reich des 16. Jahrhunderts und zuletzt das junge Amerika während des Unabhängigkeitskriegs. Jeder einzelne Titel der Serie glänzte mit einer bombastischen und lebendig wirkenden Spielewelt, die den Spieler in die Vergangenheit eintauchen ließ. So funktioniert auch Teil vier. Er trägt den Kampf zwischen Assassinen und Templern in die Karibik.

Der Spieler schlüpft in die Rolle des Piratenkapitäns Edward Kenway, der im Verlauf der Handlung in den Kampf zwischen Templern und Assassinen gerät und damit sein eigenes auf Gewalt und Beute ausgerichtetes Leben in Frage stellt.. Der Titel bietet die bislang größte Spielwelt, die je für ein Assassin’s Creed erschaffen wurde. 75 Schauplätze von Kingston bis Nassau wollen angesegelt, jede Menge Wracks und Ruinen erkundet, Städte geplündert und Seeschlachten geführt werden. Assassin’s Creed IV Black Flag fördert und belohnt den spielerischen Erkundungsdrang intensiver als der storylastige dritte Teil Das Kommandieren eines Piratenschiffs gehört außerdem zu den ewig beliebten Spielprinzipien, die im neuen Assassin’s Creed gelungen präsentiert wird. Die Freigabe ab 16 ist wegen der gezeigten Gewalt völlig in Ordnung. Jörg Pistorius

  • Assassin’s Creed IV Black Flag: Veröffentlicht von Ubisoft, frei ab 16 Jahren, erschienen für Xbox 360 (getestet), Playstation 3, PC, WiiU. Geplant für Xbox One und Playstation 4.

 

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