Pistengaudi, Endzeit und Panik im All

Shaun White Snowboarding (Ubisoft). Der erfolgreichste Snowboarder aller Zeiten ist nicht nur Namens-Pate, sondern war an der Entwicklung des Spiels beteiligt. Das Ergebnis ist eines der bisher besten Geschwindigkeits- und Trick-Simulationen. Der Spieler kann selbst entscheiden, was er in den offen gestalteten Skigebieten rund um den Globus machen möchte. Er kann sich der extremen Herausforderung auf den Berggipfeln stellen, sich seinen Weg abseits der Strecke suchen oder gegen andere Boarder im Geländepark antreten.

Die Tricks funktionieren intuitiv über die Joypad-Steuerung, der Spieler definiert so seinen eigenen Fahrstil. Das Spiel basiert auf der Engine von „Assassin’s Creed“ und erschafft eine authentische Spielewelt mit herrlichen Grafiken. Snowboarden ohne Knochenbruch-Gefahr – Spitze!

Pro Evolution Soccer 2009 (Konami). Wer am Bildschirm Fußball spielen will, hat seit Jahren eine schwere Wahl zu treffen: Fifa oder Pro Evolution Soccer? Im Spiele-Herbst 2008 zieht die Fifa-Serie von Electronic Arts zum ersten Mal am japanischen „Pro Evolution Soccer“ vorbei (der TV berichtete). Dennoch ist Konamis Spiel immer noch sehr gutes virtuelles Kicken. Die Ballphysik ist echt und glaubwürdig, Spielbarkeit und Realismus sind hoch. Viele Spiel-Modi, erstklassige Animationen – nur die fehlenden Original-Namen sind wie immer ein Minus.

Fallout 3 (Bethesda Softworks). 2077 sind Weltfrieden und Wohlstandsgesellschaft dahin. „Fallout 3“ wirft den Spieler in ein postatomares Endzeit-Szenario. 200 Jahre nach dem finalen Atomschlag kämpft sich der Spieler durch eine feindliche, verstrahlte Welt voller Ghule und Supermutanten. Das klingt nicht schön, ist es dann aber doch. Denn das Action-Rollenspiel von Bethesda Softworks arbeitet mit einer spannenden Story, einer in ihrer Konsequenz stimmigen und grafisch atemberaubenden Spielewelt und einer Riesenportion Satire und Ironie mit endlosen Anspielungen auf den „american way of life“. Entdecken, erforschen, bestaunen, kämpfen und nochmal entdecken – „Fallout 3“ überlässt dem Spieler die Entscheidung, wie er die Dinge im verstrahlten Amerika angeht. Atmosphärisch dicht, herrlich skurril – dieses Spiel ist auf allen Konsolen und dem PC ein Erlebnis. Allerdings nur für Erwachsene.

Dead Space (Electronic Arts). Vorsicht, jetzt wird es gruselig. In einer fernen Zukunft bricht der Funkkontakt zu einem riesigen Minen-Raumschiff ab. Ein Suchtrupp wird losgeschickt, findet das Schiff, geht an Bord und – wird natürlich seines kurzen Lebens nicht mehr froh. Ingenieur Isaac Clarke, das Alter Ego des Spielers, wird von seinem Team getrennt und kämpft sich allein durch den riesigen Raumer, der bedauerlicherweise von einer überaus feindseligen und brachialen Alien-Rasse infiltriert wurde. „Dead Space“ ist kein Ballerspiel, denn Clarkes Primärziel ist simples Überleben. Wer den Klassiker „Alien“ kennt, der weiß, was ihn in diesem Spiel erwartet: Schockeffekte, kreischendes Entsetzen und noch mehr Schockeffekte. Jeder Science-Fiction-Horror-Fan jauchzt vor Freude – wenn er sich vom jüngsten Schock erholt hat. Auch Clarkes Überlebenskampf steht nur erwachsenen Spielern offen.

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Xbox 360: Der Test

 

Microsofts Konsole bildet die Mitte der drei Spiele-Systeme der nächsten Generation. Die Kiste aus dem Hause Bill Gates ist stärker als Nintendos auf Innovation und Einsteigerfreundlichkeit setzendes Wii, aber nicht ganz so stark wie Sonys Hardware-Monster Playstation 3. Dennoch hat Microsoft es geschafft, seine zweite Xbox – von der ersten wurden 22 Millionen Exemplare verkauft – als Spiele-System auf der Basis modifizierter PC-Komponenten fest am Markt zu etablieren. Dabei spielte auch der Zeitfaktor eine wesentliche Rolle, schließlich war Microsoft fast anderthalb Jahre vor Sony am Start und hatte zwei Weihnachtsgeschäfte Vorsprung. Die Xbox 360 hat alle Attribute eines Next-Generation-Systems. In Verbindung mit einem Flachbildfernseher, der die Full-HD-Auflösung von 1920 mal 1080 Bildpunkten beherrscht, und einer Dolby-Surround-Anlage macht die Xbox 360 ein Wohnzimmer zur virtuellen Erlebnis-Arena.

Mehr als 300 Spiele wurden bisher produziert, darunter absolute Höhepunkte wie die „Halo“-Trilogie um den wacker kämpfenden Master Chief. Dazu kommen Rollenspiel-Epen wie „Mass Effect“ – dieser Titel kommt einem interaktiven Film näher als jemals ein Spiel zuvor – und Action-Granaten wie „Rainbow Six Las Vegas“ oder „Call of Juarez“. Man sieht: Microsoft setzt auf Getöse und Adrenalinschübe. Ein deutlicher Unterschied zum familienfreundlich auftretenden Wii.

Action, Technik, Hochglanz-Optik – das erwartet man von einer Konsole der neuen Generation. Hardware-Gigantomanie ist weder neu noch innovativ. Doch die Xbox 360 bringt zwei Funktionen mit, die sich schnell als wahre Motivations-Monster herausstellten.

Wer die Microsoft-Kiste zum ersten Mal in Betrieb nimmt, legt ein Spieler-Profil an. Dieses Profil merkt sich alle Spiele, die auf der Konsole laufen – und es merkt sich die Erfolge und Fortschritte des Spielers. Jedes einzelne Xbox-360-Spiel ist in solche Erfolge untergliedert. Beispiele: Absolviere eine Hinrunde ohne Niederlage (Pro Evolution Soccer 2008); Überlebe die Mission, ohne vom Gegner getroffen zu werden (Advanced Warfighter 2); Erreiche Platz eins der Fahrer-Rangliste (Need for Speed Carbon).

Jedes Spiel hat 1000 Gamer-Points zu vergeben. Kleinere Erfolge sind fünf bis zehn, größere auch mal 100 Punkte wert. Das Spieler-Profil zeigt immer den aktuellen Punktestand und listet die Erfolge des Spielers auf. Eine gute und wirklich neue Idee – eine derart komplette Statistik eines Spieler-Lebens hatte bisher kein System auf Lager.

Die Internet-Plattform Xbox live – ihre Nutzung macht nur mit einer Breitband-Verbindung Sinn – ist eine simple und effektive Basis, zusammen mit oder gegen Spieler aus allen Teilen der Welt in den Multiplayer-Teilen der Spiele anzutreten. Ein Fußball-Match gegen Xiang aus Peking? Im Team zusammen mit Chuck aus Idaho ein paar Geiseln befreien? Kein Problem mit Xbox Live. Mühsame Konfigurationen oder Abstimmungen wie in manchen PC-Matches gibt es hier kaum, Xbox Live ist in den absolut meisten Fällen effektiv und stabil.

Xbox Live ist nicht nur eine Turnier-Plattform, sondern auch ein Marktplatz für Erweiterungen, Demos oder alte Spiele aus der 16-Bit-Ära. Vorsicht: Online-Partien und Video-Chats mit anderen Spielern sind sehr oft nur mit einer Gold-Mitgliedschaft möglich, die pro Monat fünf Euro kostet. Die Silber-Mitgliedschaft, mit der man Zugriff auf den Download-Marktplatz hat, ist kostenlos.

Im Gegensatz zu Sonys Playstation 3 hat die Xbox 360 nur ein Standard-DVD-Laufwerk. Sie kann aber durch ein externes HD-DVD-Laufwerk ergänzt werden, das über einen USB-Port angeschlossen wird. Heimkino-Enthusiasten sollten sich diese Investition jedoch überlegen. HD DVD verliert gerade den Krieg der DVD-Nachfolge-Formate gegen Blu-ray, und es ist deshalb nur eine Frage der Zeit, bis es keine HD DVDs mehr gibt und die Xbox 360 mit einem Blu-ray-Laufwerk ausgerüstet wird.

Prozessor: Das Herz der Xbox 360 ist ein auf der Power-PC-Architektur basierender und aus drei Kernen bestehender Prozessor. Jeder Kern ist mit 3,2 Gigahertz getaktet.  

Grafikprozessor: Der von ATI produzierte Prozessor ist kompatibel mit der Schnittstelle DirectX 9.c und kann 160 Shader-Vorgänge pro Taktzyklus darstellen. Über YUV-Komponentenkabel ist eine Auflösung bis 1080i, über HDMI (seit dem dritten Quartal 2007 mit an Bord) bis 1080p (Full HD) möglich.

Medien: Die Xbox 360 spielt DVDs ab und kann durch ein externes HD-DVD-Laufwerk über USB aufgerüstet werden.

Preis: Ohne 20-Gigabyte-Festplatte kostet die Xbox 360 als Arcade-Version 279 Euro, mit Festplatte 349 Euro.

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Playstation 3: Der Test

  

Neun Millionen Käufer hat Sonys schwarze Wunderkiste bisher weltweit gefunden. Die dritte Playstation-Generation ist nicht nur ein Spiele-System, sondern eine vielseitige Multimedia-Zentrale.
 
Als der Verkauf der Playstation 3 am 23. März 2007 in Europa startete, reagierte die primäre Zielgruppe – die Video-Spieler – nicht unbedingt mit purem Enthusiasmus. Kein Wunder: Mit 599 Euro war Sonys schwarze Konsole, die zu Beginn noch eine 60-Gigabyte-Festplatte mitbrachte, mit großem Abstand teurer als jedes andere Unterhaltungs-System. Doch dieser Eindruck relativierte sich schnell, denn im Gegensatz zu ihren beiden Vorgängern Playstation 1 (Verkaufsstart 1994, weltweit 102 Millionen abgesetzte Exemplare) und Playstation 2 (Verkaufsstart 2000, 118 Millionen) ist die dritte Generation wesentlich vielseitiger als ein reines Spiele-System. Als Sony dann schließlich die Festplatte auf 40 Gigabyte und den Startpreis auf 400 Euro senkte, reagierten die Käufer wesentlich freundlicher.
 
Das Spiele-System : Es gibt eine gute Nachricht. Die Playstation 3 ist tatsächlich ein totales Grafik-Monster und hält auch den Vergleich mit einem wesentlich teureren PC-System locker aus. Aber: Um diese Pracht auch tatsächlich erleben zu können, muss der Spieler die Konsole an einen Flachbildschirm anschließen, der einen HDMI-Anschluss besitzt und die Aufschrift „Full HD“ trägt. Damit ist die maximale Vollbild-Auflösung von 1920 mal 1080 Bildpunkten gemeint, die vor allem beim Abspielen von Filmen relevant wird. Wer die Kiste über Euro-Scart an einen Röhrenfernseher hängen will, kann sich die Investition sparen, denn dann bleibt von der Pracht nichts übrig. Doch im High-End-Wohnzimmer erschafft die Playstation 3 neue virtuelle Welten. Wenn in „Motorstorm“ Boliden, Motorräder und Trucks durch die unglaubliche Schönheit des Monument Valley rasen und dabei Schlamm spritzen und Stabwolken wirbeln lassen, wenn in „Heavenly Sword“ das schöne Gesicht der Protagonistin Nariko echte Emotionen zeigt, wenn in „Assassin’s Creed“ die Stadt Jerusalem im Jahr 1191 wieder lebendig wird, treten dem Spieler Freudentränen in die Augen.
 
Die Heimkino-Zentrale : Das Laufwerk der Playstation 3 ist ein vollwertiger Blu-ray-Player. Das renommierte US-Fachmagazin „Home Theater“ bescheinigte, dass die Playstation 3 viele teurere Blu-ray-Player in der Wiedergabequalität deutlich übertrifft. Damit ist die Konsole eine hochwertige Heimkino-Zentrale. Eine Blu-ray-Disk ist der mittlerweile ein Jahrzehnt alten DVD so überlegen wie ein Ferrari einem Golf. Die enorme Speicherkapazität der mit einem blauen Laser gelesenen Scheiben ermöglicht Bilder, deren Brillanz, Schärfe und Detailreichtum bisher reine Utopie waren.
 
Der Linux-PC : Natürlich wird es niemals jemand schaffen, Windows oder eine seiner Applikationen auf einer Playstation einzusetzen. Dennoch kann ein erfahrener Nutzer mit Hilfe des Betriebssystems Linux aus dem Spiele- und Heimkino-System einen hervorragend funktionierenden Multimedia-PC machen. Tastatur und Maus können problemlos über die USB-Anschlüsse mit der Konsole verbunden werden. Der erste Schritt der Installation ist eine Formatierung der Festplatte. Diese erfolgt im Menü unter „Einstellungen – Systemeinstellungen – Formatierungs-Dienstprogramm.“ Zehn Gigabyte reichen Linux völlig. Vorsicht: Dabei gehen alle Spiele-Speicherstände verloren. Der Nutzer braucht einen USB-Stick oder eine Speicherkarte zur Linux-Installation. Über „Einstellungen – Systemeinstellungen – Anderes System installieren“ wird das auf die Playstation abgestimmte Yellow Dog Linux 5.0 übertragen. Eine ausführliche Installations- und Konfigurationsanleitung finden Sie hier: www.terrasoftsolutions.com/products/sony.
 
Prozessor : Die Cell Broadband Engine ist mit 3,2 Gigahertz getaktet.Sie besteht aus einer Power-PC-Steuereinheit und acht Rechenkernen. Diese Engine schafft die für Spiele relevanten Berechnungen sechsmal schneller als ein aktueller Dual-Core-Prozessor von Intel.
Grafik-Prozessor : Der RSX „Reality Synthesizer“ von Nvidia ist mit 550 Megahertz getaktet. Er verfügt über 256 Megabyte Speicher.
Medien : Die Playstation 3 hat einen Blu-ray-Player an Bord, der auch DVDs und CDs abspielen kann. Auf eine Blu-ray-Disk passen 25 Gigabyte, auf eine normale DVD nur 4,7. Die Playstation 3 kann einen Blu-ray-Film in 1080p (1920 mal 1080 Bildpunkte) abspielen – falls der Fernseher, mit dem sie verbunden ist, dieses Format („Full HD“) beherrscht.
Anschlüsse : Sonys schwarze Kiste bietet einen HDMI-Anschluss für Full HD, kann aber auch über YUV-Komponentenkabel (bis 1080i) oder sogar Scart (was nicht zu empfehlen ist) mit dem Fernseher verbunden werden. Ein optischer Digitalausgang (SPDIF) liefert Dolby Digital oder DTS 5.1.
Preis: Mit einer 40-Gigabyte-Festplatte und einem kabellosen, über Bluetooth mit der Konsole verbundenen Sixaxis-Controller kostet die dritte Playstation 400 Euro.

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Nintendos Wii: Der Test

Seit dem Verkaufsstart des Wii Ende 2006 müsste in den Vorstands-Etagen von Nintendo eine Dauer-Party laufen. Der japanische Konzern, der zu den Veteranen des Videospiel-Geschäfts gehört und mit dem hüpfenden Klempner Mario in den 80ern eine der bekanntesten Ikonen der elektronischen Unterhaltung prägte, hat bewiesen, dass Hardware-Gigantomanie allein kein Erfolgsgarant ist. Die Verkaufszahlen des Wii sind fast dreimal so hoch wie die der Playstation 3, die sogar einen Blu-Ray-Player mitbringt, und übertreffen auch die Xbox 360 deutlich.

Das hinter dem Wii stehende Erfolgskonzept nennt sich „Blue Ocean Strategy“. Nintendo verzichtet komplett auf das technische Hochrüsten und den Wettbewerb mit Sony und Microsoft. Stattdessen wollen die Väter von Mario und Donkey Kong den Markt auf neue Zielgruppen ausdehnen und Menschen an die Konsole locken, die bisher mit Videospielen nichts anfangen konnten. Familien-freundliche und größtenteils gewaltfreie Inhalte und eine ebenso einfache wie genial andersartige Steuerung sollen das Spielen zum gemeinsamen Erlebnis im heimischen Wohnzimmer machen. Das hat funktioniert.

Das Wii wurde innerhalb kürzester Zeit zur Familien- und Party-Konsole. Die dabei zum Einsatz kommenden Spiele haben eine simple und für Einsteiger freundliche Struktur sowie die Nintendo-typische niedliche Optik gemeinsam. Wer sich die Frage stellen sollte, wieso virtuelles Bowling, Golf oder Tennis in Zeiten von bunten und bombastischen Hardware- und Grafik-Monstern wie „Crysis“ (Electronic Arts) oder „Assassin’s Creed“ (Ubisoft) zeitgemäße Software-Unterhaltung sein sollen, der soll einmal den Wii-Controller in die Hand nehmen.

Denn während der Spieler bei Sony und Microsoft Knöpfe drücken und Analog-Sticks bewegen muss, um seine Figur zu steuern, muss der Wii-Spieler nur den Controller selbst bewegen. Das Spielsystem misst dabei die dreidimensionalen Bewegungen des Nutzers. Das heißt: Wenn auf dem Wii Tennis gespielt wird, muss der Spieler mit dem Controller in der Hand ausholen und zuschlagen – fast genau so, wie er es auf einem realen Tennisplatz tun würde, nur mit etwas weniger Gewalt. Sonst landet der Wii-Controller möglicherweise im Fernsehschirm oder am Kopf des Gegenspielers. Genauso funktioniert Bowling: Weit nach hinten ausholen, leicht in die Hocke gehen und den Arm nach vorne schwingen. Alle Neune! Derart real war noch kein Videosystem vorher. Nimmt man das zweite anschließbare Steuergerät, „Nunchuck“ genannt, in die andere Hand, kann man auch zum virtuellen Boxkampf herausfordern. Das System kann Haken von Schwingern und Schlägen in die Magengrube gut unterscheiden. Wer komplexere Spiele sehen will, wird ebenfalls bedient, und es gibt auch einige Ab-18-Titel. Die wirken auf dem Wii aber wie eine Schrotflinte in den Händen von Knut, als er noch niedlich war.

Das hätten die leidenschaftlichen Baller-Spieler, Echtzeit-Taktiker, Rollenspiel-Experten und generell Grafik-Fetischisten dieser Welt nie für möglich gehalten: Spaß ohne Ende ohne Full-HD, ohne Dolby Digital 5.1, ohne fotorealistische und quasi-reale virtuelle Welten. Nintendo bewies in der Konzeption des Wii enormen Mut und große Weitsicht. Das Ergebnis sind astronomische Verkaufszahlen und eine weltweit begeisterte Fan-Gemeinde. Kritik-Punkte am Rande sind die manchmal doch sehr infantile Optik und die spartanische Technik, die noch nicht einmal DVDs abspielen kann. Das konnte sogar schon die Playstation 2. Trotzdem: Das Wii ist jetzt schon Kult, die Steuerung geht in die Geschichte ein. Ein Probespiel lohnt sich.

Prozessor : Das Herz des Wii ist eine Power-PC-CPU mit dem Codenamen Broadway. Sie wurde gemeinsam mit IBM entwickelt. Der zusätzliche Grafik-Prozessor wurde von ATI entwickelt.

Medien: Das Laufwerk spielt ein- oder doppelschichtige optische Discs im Zwölf-Zentimeter-Standardformat sowie Nintendo Game-Cube-Discs mit acht Zentimetern Durchmesser ab. Handelsübliche DVDs kann das Wii jedoch nicht lesen und daher keine Filme abspielen.

Speicher: Das Wii verfügt über einen internen 512 Megabyte-Flash-Speicher, zwei USB 2.0 Ports und eine integrierte Wi-Fi-Funktion. Ein Steckplatz für eine SD Memory Card (Speicherkarte) erlaubt den Spielern, den internen Flash-Speicher zu erweitern.

Preis: Die Standard-Variante des Wii kostet 249 Euro. Zubehör ist separat erhältlich.

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Playstation 3: Starker Start

 

Es rummst gewaltig auf dem Schirm: Die Playstation 3 arbeitet mit der Cell Boroadband Engine, die bis zu zehn Mal soviel leistet wie ein Durchschnitts-PC. Der Screenshot stammt aus dem Spiel „Genji“.

Die Fans mussten lange warten. Bereits am 17. November 2006 wollte Sony sein neues Konsolen-Wunder auf den Markt bringen. Doch dann kam der Schock: Lieferengpässe bei Komponenten des Lesegerätes für die neuen Blu-Ray Disks, deren Speicherkapazitäten eine DVD um ein Vielfaches übertreffen, zwangen Sony zur Verschiebung. Der Hardware-Gigant verlor das Weihnachtsgeschäft an Microsoft, dessen Xbox 360 sich weiterhin hervorragend verkauft. Am Freitag war es dann so weit: Der Europa-Verkauf startete. Innerhalb weniger Stunden waren die Regale vieler Händler leer.

Auf dem Papier erzielt die Playstation 3 Spitzenwerte. Ein neu entwickelter Prozessor, die „Cell Broadband Engine“, vereint die CPU und nicht weniger als acht Koprozessoren auf einem Chip. Dazu kommt ein Blu-Ray-Player, der die Konsole in Verbindung mit einem Full-HD-Fernseher zur hochwertigen Heimkinokomponente mit Dolby Digital 5.1 und DTS 5.1 macht. Die Europa-Version ist zudem mit einer 60 Gigabyte großen Festplatte ausgerüstet.

Der „Cell Broadband Engine“-Prozessor ist das digitale Herz der Playstation 3. Er liefert die bis zu zehnfache Leistung eines herkömmlichen PCs. Diese Hardware ermöglicht nicht nur enorm detaillierte und interaktive digitale Umgebungen. Sie gibt den Anwendern auch die Chance, menschliches Verhalten und Bewegungen des Körpers so real wie noch nie darzustellen.

Die theoretische Leistung liegt bei über 200 Milliarden Rechenschritten pro Sekunde. Das gab es noch nie, zumindest nicht in Erreichbarkeit des Endverbrauchers. Bedauerlicherweise liegt auch der Preis in bisher unerreichten Höhen. 600 Euro kostet die Europa-Playstation 3. Zum Vergleich: Microsofts Xbox 360 kostet mit Festplatte 399 und ohne 299 Euro, Nintendos Wii sogar nur 249 Euro.

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Shootpad (PlayStation 2)

 

Das Shootpad von BigBen Interactive bringt Bewegung in den Konsolen-Fußball.

Computer- und Konsolen-Fußballer, die ihre Kicker bequem vom Sofa aus steuern, haben jetzt eine Alternative: Das innovative Shootpad von Bigben Interactive bringt auf der Playstation 2 Bewegung in die Konsolen-Kicker.

Der virtuelle Fußball von heute hat im Prinzip alles: Dreidimensional laufen die Kicker in die aufwändig gestalteten Stadien ein, physikalisch echt rollt die Kirsche über den Platz, Winkel und Position der Kameras sind frei wählbar, Kommentatoren begleiten den Spielverlauf. Nur ein elementarer Bestandteil des Computer-Fußballs hat sich seit Jahren nicht verändert: das zentrale Steuergerät, der Controller. Bis jetzt. Das Shootpad bringt Bewegung ins Spiel.

Eine rasengrüne Matte, ein kleiner Fußball und zwei Infrarotlichtschranken erlauben es zum ersten Mal, die Kicker auf dem Bildschirm mit den Füßen zu steuern. Der User kann dabei sowohl den linken als auch den rechten Fuß einsetzen, sollte aber dabei weder Schuhe tragen noch rohe Gewalt anwenden.

Die eingebaute Elektronik registriert Treffpunkt und Schussrichtung des Balls und rechnet diesen Impuls in Pässe, Flanken und Schüsse um. Über eine Lichtschranke wird auch die Schussstärke gemessen.

Das Shootpad bricht nicht komplett mit alten Controller-Traditionen. Der User bestimmt immer noch per Handsteuerung, wohin sich seine virtuellen Kicker bewegen sollen. Sehr angenehm: Es gibt keinen Kabelsalat, das System läuft per Funk.

Das Shootpad läuft mit allen Teilen der beiden Fußball-Marktführer im Computer- und Konsolen-Bereich. Sowohl die Fifa-Serie von Electronic Arts als auch Konamis Pro Evolution Soccer funktionieren problemlos mit der neuen Steuerung. Laut Mitteilung von Bigben Interactive läuft das Pad auch mit allen anderen Fußballspielen für die Playstation 2, die ein entsprechendes Steuerungs-Schema besitzen. Der User kann sich dabei ganz langsam an die neue Steuerung gewöhnen, denn es besteht die Möglichkeit, einen „normalen“ Controller an das Shootpad anzuschließen. Alle Aktionsmöglichkeiten und Feinheiten, die der User von der klassischen Steuerung gewohnt ist, lassen sich mit dem Shootpad machen. Neben den verschiedenen Schusstypen wie Pass, Flanke und Torschuss können auch wichtige Spielelemente wie Pressing und Tackling simuliert werden. Dribbeln und Tricks wie Übersteiger sind ebenfalls kein Problem.

Das Shootpad macht Spaß und ist eine echte Innovation im Konsolen-Markt. Die Playstation 2 entwickelt sich immer mehr zur Basis interessanter Hardware-Erweiterungen. Mikrofone für Sing Star, Buzzer für „Buzz – das Musik-Quiz“, die genialen Gitarren-Controller für die beiden „Guitar Hero“-Teile und jetzt auch das Shootpad beweisen, dass man auch aus einer betagten Konsole mit der richtigen Idee noch maximalen Spielspaß herausholen kann.

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PlayStation 2 schlägt XBox 360

Sonys PlayStation 2 verkauft sich immer noch sehr gut und lässt momentan auch Microsofts neue XBox 360 hinter sich. Doch die noch bis zum offiziellen Start der PlayStation 3 vergehende Zeit – die Rede ist von November – spielt Microsoft natürlich in die Hände. Denn wer sich jetzt die XBox 360 kauft, wird zum Jahresende nicht gleich losrennen und sich auch noch die neue PlayStation zulegen. Einen interessanten Hintergrund dazu bietet PTE hier.

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Sony hat Probleme mit UMD-Filmen

Die Spiele, Filme und Musik-Videos für die PlayStation Portable (PSP)kommen von einem von Sony entwickelten völlig neuen Format: Die Universal Media Disk (UMD) sieht aus wie eine Mini-CD und speichert bis zu 1,8 Gigabyte.

Wer auf seiner PSP Filme sehen will, ist zunächst mal auf die UMD angewiesen. Die DVDs im herkömmlichen Format können zwar mühsam auf einen PSP-Memory-Stick konvertiert werden, erreichen dabei aber nicht UMD-Qualität. Fazit: Wer auf seiner PSP Filme sehen will, kauft sie neu im UMD-Format, auch wenn er den Film bereits auf DVD besitzt. So dachte es sich Sony zumindest. Doch es scheint anders zu kommen.

Denn die Verkaufszahlen der UMD-Filme sind offenbar schlecht. Nach unbestätigten Gerüchten will Sony die bereits heruntergefahrene Produktion komplett einstellen. PTE berichtet über Sonys Bemühungen, wieder besser ins Geschäft zu kommen.

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Playstation 3 kommt wohl später

Alle Welt wartet auf die Playstation 3, doch Sony breitet weiter den Mantel des Schweigens über wichtige Fragen wie den Verkaufsstart und den Preis aus. Die Investmentbank Merrill Lynch hat in einer Studie geschrieben, die Einführung des Sony-Produkts könnte um sechs bis zwölf Monate verschoben werden.

Heise meldet, der für das Frühjahr angekündigte Verkaufsstart könnte sich verschieben, falls die Branche sich nicht rechtzeitig auf Spezifikationen einige, die auf Komponenten der Playstation 3 wie dem Blu-ray-Laufwerk angewendet werden müssten. Golem hingegen meldet, Sony habe den Verschiebungsgerüchten, die sogar einen Kurssturz der Sony-Aktie um 4 Prozent über das Wochenende bedingt haben sollen, widersprochen. Laut ntv schließt Sony eine Verspätung dann wieder nicht aus. „Wir warten darauf bis zur letztmöglichen Minute. Sollte die Entscheidung aber nicht bald kommen, könnte die Einführung verschoben werden“, wird dort eine Sony-Sprecherin zitiert.

Fazit: Ein schwer nachvollziahbares Hin-und-Her, das wohl die Erwartungshaltung der Spieler und damit die späteren Verkaufszahlen hochpushen soll. Wir bleiben am Thema dran, demnächst mehr.

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