Jetzt drehen sie durch: Leipzig und Köln?

 

In Leipzig endete am Sonntag die Games Convention zum siebten Mal in Folge mit einem Besucherrekord: 203.000 Fachbesucher und Spielefans strömten in den vergangenen Tagen auf die größte europäische Messe für interaktive Unterhaltung, Infotainment, Edutainment und Hardware. Rekordbeteiligungen hatte die Leipziger Messe schon zu Beginn der diesjährigen Games Convention gemeldet. Die Zahl der Aussteller war von 503 auf 547 gestiegen, die Fläche von 112.500 auf 115.000 Quadratmeter, und noch nie war die Games Convention so international wie in diesem Jahr: 234 Firmen waren aus dem Ausland nach Leipzig gekommen, gegenüber 189 im Jahr 2007. Kräftige Steigerungen verbuchte auch das GC Business Center, das um ein Drittel auf 40.000 Quadratmeter gewachsen war. Insgesamt wurden hier 14.600 Fachbesucher gezählt (2007: 12.300).

Und deshalb will die Leipziger Messe GmbH ihr Zugpferd auch nicht hergeben. „Die Games Convention findet auch 2009 in Leipzig statt“, gab Wolfgang Marzin, Vorsitzender der Geschäftsführung der Leipziger Messe GmbH, am letzten Tag der größten europäischen Spielemesse bekannt. „Die Branche und die Besucher unterstützen uns eindeutig darin, die Messe in Leipzig fortzuführen.“ Als Termin der nächsten GC – Games Convention nannte er den 19. bis 23. August 2009.Der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU) hatte im Februar angekündigt, 2009 nach Köln umziehen zu wollen und dort mit der „Gamescom“ an den Start zu gehen. Es ist unwahrscheinlich, dass er diese Pläne jetzt über den Haufen wirft, dafür sind die Vorbereitungen wohl auch zu weit fortgeschritten. Vom Gesichtsverlust ganz zu schweigen.

Damit stehen uns 2009 wohl zwei große Spiele-Messen in Deutschland ins Haus. Aber bitte, liebe Veranstalter, macht aus beiden Messen eine jeweils runde Sache. Die Fans werden sauer, wenn sie an beiden Standorten nur halbe Sachen vorfinden. 

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Electronic Arts geht in die Vollen

Seit mehr als zehn Jahren ist die Fußball-Simulations-Serie Fifa eine nicht versiegende geldquelle für Electronic Arts, einen der Branchenriesen. Fifa 2009 wurde in Leipzig vorgestellt und angespielt. Das ERgebnis: Wie jedes Jahr eine etwas bessere Grafik, etwas elegantere Animationen, aber im grunde dasselbe Spielgefühl. Was ja nicht unbedingt schlecht sein muss.

„Electronic Arts zeigt auf der Games Convention so viele Neuerscheinungen wie nie zuvor“, so Dr. Olaf Coenen, Geschäftsführer Electronic Arts Deutschland. „Mit den Neuerungen werden wir vor allem die treue Kernzielgruppe begeistern. Darüber hinaus werden wir aber auch Neueinsteiger für interaktive Unterhaltung faszinieren, weil wir gerade für die Nintendo-Plattformen ein starkes Angebot präsentieren.“ 

 Coenen unterstreicht die Bedeutung der Fachmesse: „Die Games Convention wird zeigen, wie sehr sich die Deutschen für das Spielen begeistern. Spielen an sich ist Spaß, Entspannung, Nervenkitzel, Erholung, Persönlichkeitsentwicklung, Schulung der motorischen Fähigkeiten, Vielfalt, Faszination und vieles mehr. All diese Aspekte treffen auch und gerade auf die elektronischen Spiele zu, die heute eine erstaunlich große Bandbreite an unterschiedlichen Themen bieten.“

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Die Welt will spielen – in Leipzig

Start frei für Europas größte Spiele-Messe: die Games Convention! Zum siebten Mal lädt Europas Leitmesse für interaktive Unterhaltung, Infotainment, Edutainment und Hardware Besucher aus der ganzen Welt nach Leipzig. Vom 21. bis 24. August präsentieren 547 Aussteller ihre Innovationen rund um das digitale Spielen. Das sind neun Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Wie schon in den vergangenen beiden Jahren bin ich live dabei und berichte im Lauf des Tages hier von der Spielefront. Ein dazugehöriges Video findet man übrigens auf volksfreund.de

Schon heute ist hier die Hölle los – dabei beginnt die Games Convention erst morgen früh. Der Medien- und Fachbesuchertag einen Tag vor dem Start füllt die fünf Messehallen aber auch. Ich will gar nicht wissen, was ab morgen hier los ist. Die Leipziger Mese GmbH rechnet mit 200 000 Menschen an drei Tagen.

 

Bisher gesehen: Die 2009-Versionen der großen EA-Sportspiele NHL (Eishockey), NBA (Basketball) und Fifa (ein Testmatch gespielt: Die Animationen sind deutlich besser geworden). Call of Duty 5 wird das Shooter-Genre wohl neu definieren, leider waren keine Fotos erlaubt. The Age of Conan scheint World of Warcraft allmählich an der Spitze der Multiplayer-Rollenspiele-Beliebtheits-Skala abzulösen.

 

Der Hammer ist Guitar Hero World Tour. Zwei Gitarren, ein Mikro und ein stabiles Drum-Set lassen echtes Band-Feelling aufkommen. Die Drums halten was aus, haut ruhig drauf. Das Shooter-Volk ist gespannt auf Crysis Warhead und Far Cry 2, Entwickler-Präsentationen sind am Nachmittag geplant. Nostalgie kommt auf mit Street Fighter IV. Das bunte Gekloppe mit Ryu, Guile und den anderen Veteranen ist immer noch so Comic-mäßig bunt wie sein Urahn in der Videospiel-Steinzeit – und macht immer noch Spaß.

Eine Map habe ich in Warcraft 3 gegen einen freundlichen Koreaner gespielt und haushoch verloren. Erst hinterher hat er mir verraten, dass er 2007 auf E-Sports-Turnieren mehr als 30 000 Dollar gewonnen hat. Was soll’s. Ich muss los zur Midway-Pressekonferenz, die komischerweise von Oliver Pocher moderiert wird.

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Die größte Spiele-Sammlung

Die Austellung „Telespiele 1972 – 2007“ auf der Games Convention 2007 ist die weltweit größte Privatsammlung von Spielecomputern und Konsolen. Im Rahmen einer Pressekonferenz übergaben Vertreter des Guinness World Record Verlages die offizielle Urkunde an den Initiator der Ausstellung, den Leipziger Journalisten und Buchautor René Meyer. Die eigens für die GC erstellte Sammlung umfasst insgesamt
274 Ausstellungsstücke. „Der Eintrag ins Guinness Buch macht mich sehr stolz. Seit meiner Kindheit sammle ich leidenschaftlich gern Spiele, Konsolen und Fachzeitschriften. Dass meine Sammlung die größte der Welt ist, habe ich nicht gedacht“, sagt René Meyer.

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Die Besten stehen fest

Die Leipziger Messe hat zum fünften Mal die Gewinner des Titels „Best of GC“ bekannt gegeben. Im Rahmen einer Pressekonferenz wurden die Auszeichnung an neun Produkte vergeben. Insgesamt hatten die Aussteller der Games Convention 85 Hard- und Softwaretitel in zehn Kategorien eingereicht.

Mit dem Titel „Best of GC” prämiert die Games Convention alljährlich die herausragendsten Produktleistungen der Computer- und Videospielbranche. Bis zum 1. August 2007 konnten die Aussteller der GC ihre Nominierungen im Bereich Hardware-Zubehör sowie in den Kategorien Best Game PC, Xbox 360, PSP, PS2, PS3, Wii, NDS, Mobile und Online einreichen. Teilnahmeberechtigt waren alle ausstellenden Unternehmen der GC, die ihre Produkte im Consumerbereich spielbar ausstellen und deren Veröffentlichung nicht vor Messebeginn geplant war.  

 

In der Kategorie PC: Crysis (Electronic Arts)

Jury: „Entwickelt in Deutschland, inszeniert CRYSIS einen packenden, futuristischen Kampf gegen eine Alien-Invasion. Die CryENGINE 2 setzt technologische Maßstäbe mit atemberaubenden Spezialeffekten. Intelligente Gegner fordern selbst erfahrene Spieler.“

Xbox: BioShock (Take 2)

Jury: „Überleben in einem Alptraum unter dem Meer, in einer versunkenen Art Deco-Stadt, gegen irrsinnig gewordene Bewohner, ständig vor der Frage, was moralisch richtig und was falsch ist: „BioShock“ ist der intelligenteste, bizarrste und bedrückendste Shooter seit Jahren.“

PSP: God of War: Chains of Olympus (Sony)

Jury: „’God of War’ erhebt das Action – Genre auch auf der PlayStation Portable zur Kunstform: Wo sich andere Titel in einer stumpfen Metzelei erschöpfen, sucht „God of War“ die düstere Schönheit auf dem Schlachtfeld.“

PS2: Pro Evolution Soccer 2008 (Konami)

Jury: „PES 2008 setzt in spielerischer Hinsicht erneut Maßstäbe: Die Schüsse aus der Distanz krachen, die Zweikämpfe sind intensiver und die Gegner passen sich dem Spielverhalten an.“

PS3: Pro Evolution Soccer 2008 (Konami)

Jury: „Football is coming home: Das derzeit beste Fußballspiel feiert seine PS3-Premiere mit Schwalben, Mauerverstärkung und kompletter Online-Unterstützung – inklusive Ligen und Ranglisten.“

Wii: Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen (Sega)

Jury: „Endlich erfahren wir, wer schneller läuft und wer höher springt. Das Spiel vereint die zwei ehemaligen Erzrivalen von Sega und Nintendo und lässt sie ihre alte Fehde im sportlichen Wettkampf austragen. Mario und Sonic schaffen es, olympische Disziplinen in leicht erlernbaren und kurzweiligen Spielspaß zu verwandeln.“

NDS: Eye Training (Nintendo)

Jury: „Augen auf und trainieren wie die Spitzensportler! Eye Training schult die Hand-Auge-Koordination, die Reflexe, die Sehschärfe – und macht dabei auch noch richtig Spaß. Ein rezeptfreies DS-Spiel für die tägliche Anwendung.“

Online: Age of Conan: Hyborian Adventures (Eidos)

Jury: „Endlich ein Online-Rollenspiel für Erwachsene. Das Abenteuer in der Welt der Barbaren verbindet erstmals Offline- und Online Spielerlebnisse. Age of Conan könnte World of Warcraft Paroli bieten.”

Bestes Hardwarezubehör-Produkt: Wii Balance Board (Nintendo)

Jury: „Liegestütze, Kopfbälle und Aerobic: Nintendo gelingt es, Videospiele mit körperlicher Fitness zu verbinden und sie einem neuen Publikum näher zu bringen. Nachdem der Hersteller bereits die Fernbedienung in einen Controller verwandelt hat, wird jetzt eine Waage zum Spielgerät.“

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Games Convention: In Leipzig ist die Hölle los!

Pure Vorfreude: Junge PC- und Konsolen-Spieler strömen in die fünf Messehallen der Games Convention in Leipzig. Foto: Uwe Frauendorf/Leipziger Messe GmbH

Es ist quasi unmöglich, einen geordneten und chronologisch korrekten Text über die Eindrücke auf der Games Convention zu schreiben. Auch dieses Mal ist die Messe ein absoluter visueller und akustischerOverkill und erschlägt die begeisterten Besucher mit Demos, Präsentationen, bombastischen Messe-Ständen und gut aussehenden Damen (in den folgenden Zeilen einfach Babes genannt).

Ein paar Momentaufnahmen: Ich habe bei Midway John Woo’s Stranglehold ausgiebig anspielen dürfen (und war begeistert), habe mir von Ubisoft Assassin’s Creed präsentieren lassen (war begeistert), habe in Guitar Hero III „Hier kommt Alex“ von den Toten Hosen gegen einen Gitarristen (hat er zumindest behauptet) gewonnen (nochmal begeistert), habe Call of Duty 4 angespielt und schwankte dabei, als währe ich besoffen (der Level spielte auf einem Schiff bei hohem Seegang). Und auch davon war ich selbstverständlich begeistert.

Im Ernst: Die Games Convention hat alle Pluspunkte der Vorjahre behalten und noch ein paar neue dazu addiert. So waren die Gänge breiter, die Chill-Out-Zonen größer, die Babes knapper bekleidet (mein subjektiver Eindruck) und die Präsentationen noch vielseitiger. Der Besucherrekord dürfte wohl gebrochen werden. Während ich diese Zeilen schreibe, geht der zweite Messetag (Freitag, 24. August) zu Ende, und die Besucherzahl liegt schon jetzt bei mehr als 80000. Am morgigen Samstag wird hier mit Sicherheit die Hölle los sein, die 200000-Marke dürfte fallen. Josef Rahmen, Geschäftsführer der Leipziger Messe, spricht von einem Plus von acht Prozent.  

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Vier Tage Spiele-Wahnsinn


Foto: Leipziger Messe GmbH/Uwe Frauendorf

Das war’s. Die Games Convention ist gelaufen, und ich bin platt. Meine Füße zumindest. Trotzdem: Schade, dass es schon vorbei ist. Bilanz-Berichte wie den folgenden schreibe ich deshalb immer mit ein wenig Wehmut.

Mit einem Besucherrekord ging die GC 2006 heute Abend zu Ende. 183000 Besucher (2005 waren es 134000) kamen in den vergangenen vier Tagen auf das Leipziger Messegelände.

„Ein solcher Erfolg ist bisher einmalig in der Geschichte des neuen Leipziger Messegeländes. Die GC hat sowohl im Publikums- als auch im Medien- und im Business-Bereich bewiesen, dass sie die klare Nummer 1 in Europa ist und damit weltweit zu den führenden Veranstaltungen der Branche zählt“, sagte Josef Rahmen, Geschäftsführer der Leipziger Messe GmbH. „Wir werden gemeinsam mit unseren Ausstellern unser Konzept weiterentwickeln, wie wir an den extrem besucherstarken Tagen den Spielspaß für unsere Gäste noch erhöhen können.“

Projektdirektorin Angela Schierholz zum Erfolg der Messe: „Die erweiterten Angebote der Aussteller für die ältere und die weibliche Zielgruppe sowie die Erweiterung von GC family und der neue Bereich `GC Art` haben dazu geführt, dass generationenübergreifend mehr Besucher kamen. Damit hat die GC als Messe eine ihrer wichtigsten Aufgaben erfüllt und gezeigt, dass die Themen interaktive Unterhaltung und Bildung ein Thema für die ganze Gesellschaft sind.“

Laut Umfragen des IM Instituts für Marktforschung waren 42 Prozent der Besucher über 20 Jahre alt. Das sind sechs Prozent mehr als im vergangenen Jahr. 17 Prozent der Besucher waren weiblich (ein plus von vier Prozent). 90 Prozent aller Besucher wollen wiederkommen. 39 Prozent der Besucher hatten einen Anreiseweg von über 300 Kilometern (2005: 31 Prozent).

Die GC 2006 sorgte auch bei den Medien für Aufsehen. Mehr als 2600 Journalisten aus 38 Ländern berichteten über die GC. 91 Prozent der insgesamt 368 Teilnehmer aus 25 Ländern kündigten bereits vor Messeabschluss ihre Teilnahme an der GC 2007 in Leipzig an. 89 Prozent der Aussteller sahen ihre Messeziele sehr gut und gut erreicht.

Es bleibt uns nur die Vorfreude auf das nächste Mal. Die GC 2007 findet vom 23. bis 26. August statt; die Entwicklerkonferenz GCDC vom 20. bis 22. August.

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Games Convention: Der Wahnsinn bricht los


Fotos: Leipziger Messe GmbH/Uwe Frauendorf

So, jetzt geht’s los. Nach fast vier Stunden Info-Overkill in vier Messehallen, drei Entwickler-Präsentationen und dem verzweifelten Versuch, mich innerhalb von subjektiv geschätzten fünf Millionen Gamern vorwärts zu bewegen, melde ich mich live von der Games Convention in Leipzig. Mein erster Eindruck: Die Unterhaltungs-Industrie boomt mehr als jemals zuvor. Die großen Entwickler nehmen richtig Geld in die Hand und machen ihren Messeauftritt mit Live-Musik, riesigen Leinwänden, Mädels in knappen Outfits und High-End-Technik zum Multimedia-Erlebnis. Ich werde versuchen, einzelne Punkte herauszufiltern, die mir besonders interessant erscheinen.

Eine erste Bilanz: Die Games Convention 2006 wird wohl alle Besucherrekorde brechen. Veranstalter und Entwickler haben große Dollarzeichen in den Augen.

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